Rückblick auf den Terroranschlag in Jakarta

Ja der Artikel stand schon lange auf meiner Agenda. Leider habe ich zurzeit ein wichtiges Projekt am Laufen, was intensiv meine Zeit in Anspruch nimmt.

Immer wieder werde ich gefragt, ist es nicht gefährlich in Indonesien zu leben?

Darauf antworte ich in den meisten Fällen, mit der Gegenfrage wo man überhaupt heute noch Sicher leben kann.

Ich fühle mich persönlich, Sicher in Indonesien, gebe aber auch zu, dass ich mich seit dem 14. Januar, doch mehr umschaue.

In den meisten Einkaufscentern, ist man schon nach drei Tagen zum Alltag zurückgekommen. Wurde am 15. Und 16. Noch intensiv die Fahrzeuge durch Polizei und Armee kontrolliert, war es letzten Sonntag schon wieder Normalität. Bei der Einfahrt wird üblicherweise der Kofferraum mit einem Detektor geprüft und das war es schon.

Für den IS als Bekenner des Anschlages in Jakarta, war dieser Anschlag ein Misserfolg

so titelten mehrere deutsche Medien.

Ich persönlich glaube auch nicht das hier der IS direkt dahintersteht, auch wenn man bereits mit Anschlägen in Indonesien gedroht hatte.

Dieses verdeutlichte sich auch bei der Analyse des Terroranschlages. Die Attentäter waren nicht besonders gut ausgebildet und ihre Waffen und der benutze Sprengstoff, hatte nicht wie sonst bei Anschlägen, die dem IS zuzuschreiben sind, die Auswirkungen.

Auch die im nach hinein aufgetauchten Amateuraufnahmen dokumentieren die Stümperhaftigkeit dieses Anschlages.

Die Polizei hatte wohl bereits vor Beginn der Anschläge Informationen. Denn als ich meine Tochter um 6:30 Uhr in die Schule brachte, waren sogar im Kreuzungsbereich der Schule Polizisten mit Maschinengewehren postiert. Es hatte den Anschein, als ob die Polizei im Bereich BSD, mal etwas gegen Mopedfahrer ohne Helm unternehmen wollte, denn sie hielten expliziert nur diese an.

Der Terroranschlag begann um 10:50 Uhr

Als erstes wurde eine Polizeistation in der Mitte einer Hauptverkehrsstraße mit Handgranaten Angegriffen und zerstört. Dann zogen die Terroristen die mit Mopeds unterwegs waren, in Richtung eines Einkaufscentrum und zündeten vor einem Starbucks Kaffee eine Bombe. Hierbei soll ein Niederländischer UN Mitarbeiter verletzt worden sein. Viele Medien berichteten, dass unteranderem, das in der Nähe befindliche UN Gebäude Ziel des Angriffes war. Dieses ist nicht korrekt. Das UN-Gebäude befindet sich gegenüber, des Einkaufszentrum und wird gern von UN Mitarbeitern besucht.

Was eigentlich das Ziel des Terroranschlages ist, bleibt wohl weiter offen.

n einem Einkaufscenter um 10:50 Uhr, halten sich kaum Menschen auf. Wochentags sind die Abendstunden die Hauptbesucherzeit für Malls. Die meisten Menschen sitzen um diese Uhrzeit, in ihren Büros in der Umgebung.

Der IS ist in der Regel bestrebt, den größtmöglichen Schaden anzurichten und zielt es insbesondere auf Menschenleben ab.

Dieses war bei diesem Terrorangriff nicht ersichtlich.

Weiterhin war die Ausrüstung und auch die Ausbildung der Angreifer nicht IS Typisch.

Die Polizei hatte in jedem Fall einen extrem guten Job getan und die Angreifer faktisch in Kurzester Zeit eingekesselt. Wobei man am Anfang von 14 Terroristen ausging. Fünf wurden aber nur getötet. Ob die Zahl korrekt war ließ sich auch im nach hinein nicht ermitteln. Nach den Terroranschlägen gab es noch mehrere Festnahmen von Terrorverdächtigen. Ob diese in direkter Verbindung mit den Ausgeführten Terroranschlägen zu bringen sind, wird wohl erst die Zeit ergeben.

Ein Video zeigt wie sich angeblich zwei Terroristen selbst in die Luft sprengen.

 

Ich habe die Szene mal in Zeitlupe ablaufen lassen. Man sieht im Vordergrund ein männliches und weibliches Opfer liegen. Dahinter zwei Terroristen. Am Boden liegt ein bereits getöteter Terrorist. Der Linke Terrorist versucht dem getöteten Terrorist die Bombe abzunehmen, dabei explodiert diese. Also eher ein Versehen, als ein Selbstmord. Man kann auch keine Gewehre erkennen, was die These bestätigt, dass die Bewaffnung sehr schlecht war und eher mit selbstgebauten kleinen Sprengsätzen und Granaten vorgegangen wurde.

Dieses lässt vermuten, dass es sich hierbei, um laienhafte Trittbrettfahrer handeln musste.

Das diese dennoch den Tod von unschuldigen Menschen und mehreren Verletzten, darunter auch einem deutschen zu verantworten haben ist schlimm. Dennoch bin ich der Meinung das Jakarta, hier mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Alle muslimischen Gruppen haben den Anschlag verurteilt. Das Zeigt, dass der IS in Indonesien es schwer haben wird, hier ein Rückzugsgebiet aufzubauen.

Dass ein Terroranschlag dennoch nicht spurlos an Jakarta vorbeigeht, zeigt die Besucherzahlen der Malls in Jakarta und Umgebung. Diese waren zum Wochenende nur zum Viertel belegt. Eine Woche Später schien es aber die meisten schon vergessen zu haben, denn hier war dann wieder alles voll.

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