Erdbeben in Zentral Sulawesi

Gestern Abend gegen 21:35 Uhr WIZ bebte in Zentralsulawesi die Erde. Erste Meldungen sprachen von einer Stärke von 7,1, die im Laufe der Zeit auf 6,6 gesenkt wurde.

30.05.2017 Erdbeben in Zentral Sulawesi

Die ersten Meldungen aus der betroffenen Region berichten über keine Schäden und auch keine Verletzten Personen. Menschen liefen auf die Strasse und verbrachten die Nacht im freien. Einen genauen Überblick kann man sich wohl erst im laufe des Morgens machen.

Indonesien liegt am Feuerring

Erdbeben in Zentral Sulawesi / Foto Wikipedia

Erdbeben in Zentral Sulawesi / Foto Wikipedia

Erdbeben und Vulkanausbrüche sind in Indonesien keine Seltenheit. Indonesien liegt am sogenannten Ring of Fire. Dieses ist die Bruchkante von der asiatischen und pazifischen Kontinentalplatte. An dieser kommt es immer wieder zu Erdbeben. Weihnachten 2004 kam es zu einem der schlimmsten bekannten Naturkatastrophe vor der Küste Indonesien. Als die Erde vor Aceh mit einer Stärke von 9,6 bebte, entwickelte sich ein Tsunami, der an den Küsten von Nordsumatra, Thailand und den angrenzenden Küsten über 200.000 Menschen in den Tod riss. Darunter viele Touristen. Weiterhin besitzt Indonesien die größte Anzahl von aktiven Vulkanen.

Wie ich zwei Erdbeben erlebte

Im August und September 2009 bebte vor der Küste Südsumatra die Erde und erschütterte auch die Hauptstadt Jakarta. Damals lebten wir in Westjakarta in  einem Hochhaus in der 37 Etage. Man kann sich vorstellen, dass man in einem Hochhaus besonders stark das Beben spürte. Die Häuser schwankten und man konnte sich kaum auf den Beinen halten. Dieses ist aber nicht das Schlimmste. Am schrecklichsten fand ich die knarrenden und knirschenden Geräusche, die man aus den Wänden und von der Decke hörte.

Die Beben dauerten jeweils so um die 60 Sekunden. Danach ging es bei beiden Beben 37 Etagen zu Fuß und mit meiner Tochter auf dem Arm die Nottreppen hinunter. Das ist eben der Nachteil der schönen Aussicht, die man genießen kann. Das Schlimmste kam dann aber erst einen Tag später. Ich hatte so einen Muskelkater, dass ich nicht einmal laufen konnte.

Nach dem zweiten Beben fanden wir an der Decke und Wänden Risse, in die es bei jedem Regen einregnete. Eine Wand verschob sich sogar um 5 Millimeter. Als wir dieses der Verwaltung meldeten, kamen die nur mit Gips und schmierten alles zu. Ich stellte mir eigentlich vor, dass sich das Ganze einmal ein Statiker anschaut, um die Unbedenklichkeit zu bestätigen. So war es aber nicht. Anzumerken sei, das Haus steht heute noch.

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