Meine Internet Verbindungen in BSD-City

Ohne stabiles Internet funktioniert wohl heute gar nichts mehr. Mittlerweile besitze ich eine stabile synchrone 300 Mbps Leitung und das noch zu einem Toppreis.

11.06.2017 Meine Internet Verbindungen in BSD-City

Als ich im Dezember 2008 nach Indonesien auswanderte, führte mich der Weg jeden Tag in ein Warnet (Internetcafe). Nicht nur der Krach, sondern auch die miserable Technik, machte ein einigermaßen professionelles Arbeiten fast unmöglich. Richtig froh war ich, als wir im Januar 2009 endlich in unsere eigenen vier Wände zogen und dort eine 250 Kbps Leitung anlag. Streamen konnte man damals total vergessen, aber es funktionierte World of Warcraft. 😉

Umzug 2010 brachte Verdoppelung der Geschwindigkeit

Mit dem Umzug nach BSD-City kam dann das Internet über das TV-Kabel mit 512 Kbps an. Damals fing ich auch an auf RTL Now, Serien zu schauen. Vor allem Alarm für Cobra 11. Es funktionierte mehr recht als schlecht. Es gab immer wieder Unterbrechungen, aber was tut man sich nicht alles an für eine deutsche Kultserie.

Kurze Zeit später bekam ich dann eine 2-Mbit-Leitung über das TV-Kabel geboten.

Für Service muss man Dampf machen

Indonesier sind von der Mentalität sehr gemächlich. Funktioniert das Internet nicht, dann wird gewartet und auch wenn der Ausfall drei Tage dauert.

Es gab immer wieder Probleme und ich machte mich natürlich auch in deutscher Mentalität bemerkbar. Und was tut man, wenn man ruhe haben möchte. Man sorgt dafür, dass der deutsche Kunde keine Probleme hat. 😉

Simple Probleme werden weder erkannt noch zeitnah gelöst. Ich habe so manche Stunde mit den Technikern verbracht und diese einmal auf ihre Unfähigkeit hingewiesen.

Große Problematik IP-Adressen

In Indonesien ist es üblich, nur eine IP-Adresse für Tausende von Nutzern zur Verfügung zu stellen. Da reicht ein einziger Rechner, der mit Viren verseucht ist und schon landet diese IP-Adresse auf einer Blacklist. Zum Schluss wundert man sich, dass man bestimmte Seiten nicht aufrufen kann, man ein Captcha eingeben, oder ein Hacken setzen muss, das man kein Roboter ist. Das nervt und kostet sinnlos Zeit. Anfangs verschob man mich immer in einen anderen IP-Pool, was aber nicht lange nutzte. Nachdem ich fast alle zwei Tage bei der Firma aufgetaucht bin, gab man mir eine statische IP-Adresse, die nur ich nutzte.

Die Bandbreite wurde dann schrittweise erhöht

Mit einem Megabit pro Sekunde fühlte ich mich schon als Profi. Dem folgten die Schritte auf 2 Mbps und dann auf 10 Mbps. Dann wurde endlich Glasfaser Technik eingeführt. Die Bandbreite blieb am Anfang bei 10 Mbps. Dann gab es eine Umfirmierung und man bot 100 Mbps synchron an. Im April gab es dann noch einmal für Altkunden ein kostenloses Upgrade auf 300 Mbps.

Wenn es funktioniert ist alles super

Bei Problemen, muss man wirklich einmal die deutsche mecker Mentalität, durchschauen lassen. Wobei ich mich auch schon einmal direkt mit meinem Stuhl vor die Eingangstür gesetzt hatte, damit keiner rein und raus konnte. Für eine simple Bezahlung von den monatlichen Gebühren brauchen die fast 30 Minuten. Und nur weil die zu jedem Vorgang ein Protokoll schreiben müssen. Nach fünf Minuten Tür blockieren hatte ich meinen Ansprechpartner. Und 60 Minuten später funktionierte dann auch wieder mein Internet. Denn von dem Stuhl darf man sich nicht erheben, bis alles funktioniert. Diese Erfahrung habe ich auch schon machen dürfen. Da stand ich nächsten Tag 5 Minuten, bevor der Kundenservice öffnete vor der Tür.

Klar wollte man mich als unliebsamer Kunde vor die Tür setzen und bat mich doch den Anbieter zu wechseln

Da machte ich den Manager des Kundenservice klar, dass ich im Voraus bezahlt habe und einen Vertrag habe. Damals war ein Wechsel nicht möglich. Die Telkom hatte kein Port mehr frei und jetzt sind die mehr als doppelt so teuer wie MyRepublic.

Als ich dann noch sagte, dass ich den Differenzbetrag für ein Jahr als Entschädigung haben möchte, war der Wechselwunsch sofort vom Tisch.

Das der Kundenservice mehr als zum Kotzen ist zeigen auch die Bewertungen bei Facebook.

Facebook - Bewertungsprofil von MyRepublic / Screenshot Facebook

Facebook –
Bewertungsprofil von MyRepublic / Screenshot Facebook

Mittlerweile scheint MyRepublic für mich ein Einsehen zu haben. Wenn es eine Störung gibt, erhalte ich jetzt per SMS eine Nachricht, weiterhin habe ich eine WhatsApp Nummer, die in der Regel innerhalb von 1-2 Stunden reagiert. Beim Telefonsupport passiert in der Regel überhaupt nichts. Auf E-Mails wird trotz Supporthinweis nicht reagiert.

Mein Tarif bei MyRepublic

Ich habe den Gamer Tarif nur mit doppelter Bandbreite. Zu den Gebühren kommen dann noch die Routermiete mit 30.000 Rp, und wenn man TV sehen möchte (28 indonesische Sender sind enthalten), braucht man noch ein Dekoder, der pro Monat mit 50.000 Rp berechnet wird. Bei mir kommt dann noch die statische IP-Adresse für mich alleine dazu, die 25.000 Rp kostet.

Internet Tarife von MyRepublic / Screenshot myrepublic.co.id

Internet Tarife von MyRepublic / Screenshot myrepublic.co.id

Anmerken muss ich natürlich, dass ich dem mir per E-Mail zugesicherten Upgrade, einfordern musste. Bis zum 01.05.2017 hatte der Tarif 399.000 Rp gekostet. Dann wurde der Preis erhöht. Damit Bestandskunden nicht meckern, hat man ihnen einfach eine Verdoppelung der Bandbreite zugesichert. Also den Tarif Supernova, nur mit doppelter Upstream Geschwindigkeit.

Dass man hier auf Dummenfang gegangen ist, kann man sich vorstellen. Nach dem ich drei Tage die Bandbreite zu verschiedenen Zeitpunkten gemessen hatte und nie über 160 Mbps kam, begab ich mich zum Kundenservice. Dort versuchte man mir zu erklären das es „Up To“ bedeutet. Als ich dann meine alten Messungen die vor dem Upgrade stammen zeigte, wurde man schnell still. Mein Argument halbe Bandbreite gleich halber Preis war klar und deutlich angekommen. Ich war noch nicht zu Hause angekommen, da klingelte mein Handy und man teilte mir die mit, dass das Upgrade erfolgreich umgestellt wurde. Und siehe da ich hatte meine fast 300 Mbps.

Der deutsche Kunde ist König, wenn er meckert

Klar kann es Probleme geben, die ich auch akzeptiere. Das Problem ist nur immer die Unwissenheit, in der man gelassen wird. Anstatt einfach zu sagen das Problem liegt da und da und wird bis zu dem Zeitpunkt behoben, steht man beim Kundenservice vor technisch unfähigen Leuten, die einen mit 3×24 Stunden Bearbeitungszeit abspeisen wollen. Bei so einer Aussage rechnete ich dann schnell mal eine Tagespauschale für den Internetausfall auf, plus den Parkgebühren, die bei über 2 Stunden Aufenthalt im Kundenservice, schon mal 10.000 Rp betragen können. Bei der nächsten Rechnung gab es dann schön eine Gutschrift.

Gebühren ein Jahr im Voraus bezahlt

Mittlerweile sind drei Anbieter mit Glasfaser in unserem Sektor verfügbar. Keiner kommt aber an die Preise von MyRepublic heran. 899.000 für eine 100 Mbps Leitung ist da das niedrigste Angebot. Bei MyRepublic gab es eine Sonderaktion ein Jahr im Voraus bezahlen und 2 Monate kostenlos nutzen. Also man bezahlte so nur 10 Monate. Damit können sie mich auch nicht zum Wechseln zwingen. Weiterhin ist die Firma so groß, dass man davon ausgehen kann, dass diese nicht pleitegehen wird. Ein weiterer Punkt ist die Preisgarantie für ein Jahr.

Wie oft gibt es Störungen bzw. Ausfälle

Schaut man sich die Bewertungen auf Facebook an, dürfte eigentlich kein Tag vergehen, wo es nicht zu Problemen kommt. Ich gehe aber mal davon aus, dass sie in meinem Bereich mittlerweile die Finger weglassen. Für mich sieht es tatsächlich ehern so aus, als ob man irgendetwas ausprobiert, also einfach nur rumspielt und sich dann wundern, warum es zu Problemen kommt. Siehe irgendwelche Ports, die einfach gesperrt oder falsch weitergeleitet werden. Ansonsten hält sich das bei mir jetzt in Grenzen. Einmal im Monat tritt ein Problem auf, dass ich per WhatsApp melde und in der Regel zeitnah behoben wird. (Mal schnell auf Holz geklopft.)

Hier einmal meine Messergebnisse

MyRepublic PC Netzwerkkabel:

Speedtest der Internetverbindung 11.06.2017

Speedtest der Internetverbindung 11.06.2017

MyRepublic Galaxy Pad WLAN:

Speedtest MyRepublic mit Galaxy Pad über WLan 11.06.2017

Speedtest MyRepublic mit Galaxy Pad über WLan 11.06.2017

XL Handytarif 4G Galaxy Pad:

Speedtest Handytarif XL 4G 11.06.2017 BSD-City

Speedtest Handytarif XL 4G 11.06.2017 BSD-City

Sollte MyRepublic ausfallen, habe ich immer noch die Möglichkeit, mit meinen Pad, über USB eine Internetverbindung für den PC ins Internet aufzubauen. So habe ich wenigstens ein Backup für den Notfall.

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