Briefwahl – Ja oder Nein

In Deutschland steht am 24. September 2017 die Bundestagswahl an und auch Deutsche, die im Ausland leben, können per Briefwahl daran teilnehmen.

04.09.2017 Briefwahl – Ja oder Nein

Alle vier Jahre stehen Deutsche, die ausgewandert sind, vor der Entscheidung an der Briefwahl zur Bundestagswahl teilzunehmen. Viele wird es abschrecken, da es einen gewissen Aufwand mit sich führt.

Man muss vorab einen Antrag auf Eintrag ins Wählerverzeichnis stellen. Dazu braucht man wiederum einen Internetanschluss und einen Computer mit Drucker. Ausgefüllt geht dieser dann auf die Reise zur Stadt bzw. letzten Kommune, wo man in Deutschland gelebt hatte.

Einen Monat vor der eigentlichen Wahl bekommt man dann die Briefwahlunterlagen zugesendet. Man sollte also, wenn man sich entscheidet, an der Wahl teilzunehmen unbedingt rechtzeitig das Formular ausdrucken und ausfüllen. Die Briefwahlunterlagen wurden am 18. August in Deutschland abgestempelt und erreichten mich am 30. August. Also circa zwei Wochen Laufzeit. Auch hier sollte man dieses bedenken, da der Brief mit dem Wahlschein bis zum 23. September zugestellt sein sollte, damit er am 24. in der Wahlurne landet.

Die Qual der Wahl

Auswanderer Statistik - Briefwahl "ja" - Der letzte Deutsche macht das Licht aus - Screenshot <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157440/umfrage/auswanderung-aus-deutschland/">de.statista.com</a>

Auswanderer Statistik – Briefwahl „ja“ – Der letzte Deutsche macht das Licht aus – Screenshot de.statista.com

Parteien buhlen in Deutschland um die Wähler, aber mir ist keine einzige Partei bekannt, die sich in irgendeiner Form an Deutsche die im Ausland leben wendet. Hier scheint man von den Parteien tatsächlich abgeschrieben zu sein. Schaut man sich die Auswanderungszahlen an, dürften mittlerweile mehr als Zehn Millionen Deutsche im Ausland leben. Viele davon haben aus beruflichen Zwecken Deutschland verlassen, werden also mit Sicherheit in irgendeiner Form wieder zurück nach Deutschland kommen. Aber auch bei dieser Gruppe haben die Parteien tatsächlich kein Interesse sich eine Wahlstimme zu sichern.

Wie einfach wäre es sich einmal als Partei in diversen Facebook-Gruppen einer kurzfristigen Diskussion zu stellen. Aber dazu sind ja Politiker selbst nicht in Deutschland bereit. Unbequeme Fragen wird in der Regel ausgewichen und das beschlossene Parteiprogramm vor gepredigt. Die Ziele scheinen natürlich alle ehrenhaft, jedoch ist Politik, eben Politik und vieles, was gepredigt wird, lässt sich später nicht umsetzen, oder wurde von vornherein vorgelogen.

Hier beginnt das Meckern des deutschen Bürgers

Wenn man die sozialen Netzwerke sich anschaut, sieht man nur Meckereien. Stellt man dann die Frage was jener denn für Deutschland macht, damit sich was ändert, wird man gleich als böser Bub hingestellt. Es ist tatsächlich so wenn man es aus der Ferne betrachtet sind die Deutschen ein Meckervolk. Wenn etwas nicht passt, wird gemeckert, anstatt hier einmal eigene Ideen umzusetzen. Dieses machen sich dann natürlich gewisse Parteien zu eigen, die dem meckernden Volk, das kochende Öl ins siedende Wasser kippen. Neustes Beispiel ist die AFD!

Aber auch in der Vergangenheit konnte man bereits solche Parteigeschichten erleben. Einige Parteien verschwanden nach einem Hype in der Versenkung. Sei es die Rechten oder das Beispiel der Piraten, die einen triumphalen Aufstieg verzeichneten, um dann in der gelebten Politik zu scheitern. Anzumerken sei, die Piraten gibt es noch und diese stehen auch auf dem Wahlzettel. Auf der linken Seite mit den Direktmandaten, auf dem Wahlzettel, wird man in vielen Regionen diese Partei vergeblich suchen.

Auch gewählte Parteien können nicht alles Umsetzen was sie vorhaben

Ein Beispiel sind die Grünen, die in Baden Württemberg erfolgreich an die Macht gekommen sind. Man profilierte sich im Vorfeld als Stuttgart 21 Gegner und heimste dadurch die Stimmen ein. Als man an der Macht war, und die Politik umgesetzt werden musste, wurde man kleinlaut und ließ die Wähler einfach im Regen stehen. Fazit der Geschichten der Grünen! Stuttgart 21 wird weitergebaut und die Wähler enttäuscht.

Aber ohne den Hype um Stuttgart 21, könnten sich auch nicht fähige Politiker etablieren. So wie Boris Palmer, Oberbürgermeister in Tübingen, der es tatsächlich schaffte trotz seiner Parteizugehörigkeit radikalen Tierrechtlern in den Weg zu stellen, die eine Schließung des renommierten MPU Institut forderten. Hier wurde manipuliertes Videomaterial aus dem Umfeld der radikalen Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz verbreitet, die zum Schluss ein Ende der Grundlagenforschung in Tübingen einläutete. Good bye Forschung gegen Alzheimer und Gehirntumore. Danke ihr hirnverbrannten Tierrechtler um Friedrich Mülln Anführer von SOKO Tierschutz.

Leider ist Boris Palmer für mich in der falschen Partei, ansonsten hätte er mit Sicherheit meine Stimme.

Freunde sagen mir – Ich wähle die AFD, es muss sich was ändern

Natürlich frage ich dann immer wieder, was sich denn ändern muss? Als Antwort kommt immer wieder das Thema Flüchtlinge zur Sprache. Nun, wenn man sich anschaut, wie hoch die Auswanderungszahlen in Deutschland sind, bin ich der Meinung, der Letzte macht das Licht aus. Ich persönlich sehe den Schritt meiner Auswanderung nur positiv für mein Leben. In Deutschland hätte wohl kaum diesen Lebensstandard aufbauen können, den ich in Indonesien genieße.

Gern äußere ich immer wieder die Frage an Freunde und Bekannte, was sie denn direkt für ihr Heimatland tun. Meistens ernte ich stillschweigen, oder es kommt die Äußerung „Ich zahle Steuern“. Das ist deutscher Patriotismus, obwohl bei der Fußball WM, kann man tatsächlich sehen, wie Deutsche an einem Strang ziehen können, wenn sie nur wollen.

Um zurück auf das Thema AFD zu kommen, versuche ich immer meinen Freunden zu erläutern, dass hier kaum sich etwas ändern wird. Es gibt Verträge und es gibt die EU und beides wird der AFD um die Ohren fliegen, wenn sie an die Macht kommen sollten. Als stärkste Partei was ich nicht Glaube würde es wohl kurzfristig Neuwahlen geben. Aber vielleicht ist ja die AFD auch so ein Wendehals wie die Grünen in Baden Württemberg.

Dass die AFD in den Bundestag einziehen wird, dürfte sich nicht verhindern lassen. Hier entscheidet sich nur, wie viel Sitze sie bekommen, wenn die anderen Parteien Nichtwähler davon überzeugen können, an die Wahlurne zu treten.

Fazit Briefwahl Ja, oder Nein

Für mich ein klares „Ja“.

2 comments on “Briefwahl – Ja oder Nein
  1. Ich persönlich wähle nicht. Wäre ich jetzt in Deutschland, würde ich wahrscheinlich auch nicht wählen gehen, oder „Die Partei“ wählen.
    Aber ich hoffe mal, dass Merkel nicht noch ne Amtszeit bekommt, dies wäre der Untergang für Deutschland

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