Niebel erwägt Millionenspritze für Meyer Werft

Celebrity Eclipse wird ausgedockt Fotoquelle: Spiegelonline.de

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50 Millionen Euro für ein Passagierschiff: Nach SPIEGEL-Informationen erwägt Entwicklungsminister Niebel, die Papenburger Meyer Werft bei einem möglichen Großauftrag für Indonesien zu unterstützen – obwohl derartige Projekte in der Vergangenheit alles andere als erfolgreich waren.

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel erwägt, erhebliche Etat-Mittel für ein Passagierschiff bereitzustellen, das die Papenburger Meyer Werft nach Indonesien liefern will. „Das geplante Vorhaben“, so ein Sprecher des Ministeriums, „schafft für die ärmere Bevölkerung Zugang zu Märkten sowie wichtigen öffentlichen Einrichtungen.“

Im Ressort ist die Rede von 50 Millionen Euro, die zur Finanzierung des Großauftrages als Entwicklungshilfe für den Inselstaat eingesetzt werden sollen. Die Meyer Werft habe massiv gedrängt, sie zu unterstützen. Das Projekt soll erst noch international ausgeschrieben werden. Im Emsland ist man zuversichtlich, den Auftrag in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro zu erhalten. „Der Braten liegt in der Röhre“, sagt ein Werft-Sprecher.

Bislang hat das Unternehmen 24 Fähren nach Indonesien geliefert, finanziell meist unterstützt von Bund und der bundeseigenen KfW-Entwicklungsbank. 2007 überprüfte die KfW einmal, was mit der Entwicklungshilfe für sieben geplante Passagierschiffe erreicht worden sei. Zwei Fähren wurden mangels Bedarf erst gar nicht gebaut, eine dritte in den Senegal verchartert, die Auslastung der Flotte liege mit nur 61 Prozent „auf einem nicht mehr akzeptablem Niveau“, heißt es in dem Evaluationsbericht.

Das „Oberziel“, die Mobilität der Bevölkerung des Inselstaates nachhaltig zu verbessern, sei verfehlt worden. Die Gesamtnoten für „entwicklungspolitische Wirksamkeit“ lagen überwiegend zwischen 4 („nicht mehr zufrieden stellend“) und 5 („eindeutig unzureichend“). Als Konsequenz entschied das Entwicklungsministerium damals, den Transportsektor in Indonesien nicht mehr zu fördern.

Originalbericht: spiegelonline.de

Das Geld für Entwicklungshilfe so einsetzten, das dieses in Deutschland bleibt ist wohl im Sinne von Deutschland gut, aber sollte dieses Geld nicht eher in Projekte Vorort investiert werden. Ein Beispiel wäre es z.B. Indonesien beim Aufbau eines Müllentsorgungsprojektes zu unterstützen. Ersten es hilft der Umwelt und damit Global. Zweitens, die hilfe kommt dann direkt bei den Armen an, da viele Krankheiten durch eine regelmäßige und Umwelterträgliche Müllentsorgung beseitigt werden.

Und ich glaube nicht das ein Armer Bauer oder Fischer jemals eine dieser Fähren benutzen wird!

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