Indonesien exportiert deutlich weniger Zinn

ndonesien, der weltweit zweitgrößte Zinnproduzent und größte Exporteur, hat im Dezember erneut deutlich weniger Zinn exportiert, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Im Vergleich zum Vorjahr seien die Ausfuhren um 9,2% auf 7.722 Tonnen gesunken. Auf das Gesamtjahr betrachtet habe Indonesien 92.487 Tonnen Zinn exportiert. Trotz aller Widrigkeiten entspreche dies lediglich einem Rückgang von 6,9% gegenüber dem Vorjahr. Eine ungewöhnlich lange Regensaison aufgrund des Wetterphänomens “La Nina” habe die indonesische Zinnproduktion und den Transport insbesondere im zweiten Halbjahr stark beeinträchtigt.

Im laufenden Jahr gehe die indonesische Regierung von einer lokalen Zinnproduktion von 90 Tsd. Tonnen aus, sollten die Zinnpreise anhaltend hoch bleiben und somit Anreiz zur Minenproduktion geben. Dies würde jedoch einen weiteren Rückgang der Zinnexporte implizieren, weil die Lagerbestände bei den Produzenten weitgehend aufgebraucht seien. Darüber hinaus sollte dies nicht zu einer nennenswerten Ausweitung des globalen Angebots führen, da andere wichtige Produzentenländer wie Peru und China ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hätten bzw. nichts exportieren würden.

Der Mitte Dezember aufgelegte, erste physisch hinterlegte ETC auf Kupfer, habe seine Bestände auf rund 2.000 Tonnen ausgeweitet. Angesichts der im Vorfeld hohen Erwartungen sei der Start dieses ETCs jedoch als verhalten zu bezeichnen. Größeren Einfluss dürfte die bevorstehende Einführung solcher Produkte in den USA haben. Bei den Edelmetallen hätten die ETFs in den USA wesentlich stärkere Nachfrage gefunden als die entsprechenden Produkte in Europa.

Originalbericht: aktiencheck.de

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