Hotel „Bumas“, Bali – „Hier haben die Götter versagt“

„Abgefallene Fliesen wurden mit Klebeband befestigt“ („Anja & Denny“)  Fotoquelle: focus.de

„Abgefallene Fliesen wurden mit Klebeband befestigt“ („Anja & Denny“) Fotoquelle: focus.de

Ich habe nur ein Bild ausgewählt, wer alle sich anschauen möchte findet sie hier:

Dreck, Schimmel, unfreundliches Personal – „Anja & Denny“ sind von ihrem Aufenthalt im 3-Sterne-Hotel „Bumas“ auf Bali enttäuscht. „Katja“ schimpft über „Gruftgeruch“ in ihrem Zimmer, und „Astrid“ moniert das „sehr dürftige Frühstück“.

Gerade einmal 20 Autominuten von Balis Provinzhauptstadt Denpasar entfernt liegt Sanur, einer der ältesten Badeorte der Insel. Trotz touristischer Entwicklung hat sich das ehemalige Fischerdorf sein ruhiges und entspanntes Flair bewahrt. Wenige Discos, kein Remmidemmi und überwiegend Pauschaltourismus der gehobeneren Kategorie. Auch das 3-Sterne-Hotel „Bumas“, das gerade einmal 200 Meter vom Strand entfernt liegt, besticht durch seine ruhige Atmosphäre. Das täuscht jedoch nicht über die mangelnde Qualität des Hauses hinweg, wie man den Bewertungen auf den Seiten von Holidaycheck entnehmen kann. „Sehr renovierungsbedürftig“, schimpft etwa „Astrid“ über das Hotel, und „Heike“ spricht von einer „wirklichen Zumutung“.

„Feuchte Wände und Schimmel“

Dabei macht das Hotel einen guten ersten Eindruck. „Sehr ruhig mit einer großen Gartenanlage“, lobt etwa „Astrid“, und „Nicole“ („sehr schöner tropischer Garten mit zwei Pools“) findet die Anlage „ideal zum Entspannen“. Was sie von ihrem Zimmer jedoch nicht behaupten kann. „Einfach nur schrecklich“, ätzt sie. Vor allem der Geruch nach „Chlor und Urin“ sowie „altem, abgestandenen Kellermief“ ärgert die Urlauberin. Auch andere User haben für den desolaten Zustand der Zimmer kein Verständnis. „Die Farbe blättert von den Wänden“, schimpft „Manuela“. „Katja“ („riecht wie in der Gruft“) moniert „total dreckige Fugen“ sowie „Schimmelflecken auf der Bettwäsche“, und „Anja & Denny“ mosern über ihr „stark verkalktes und schlecht gereinigtes Bad“. „Wir haben uns von den Katalogbildern verzaubern lassen“, schimpft Urlauberin „Peggy“, die zur „Totalsanierung“ der Zimmer rät.

Lustlose Zimmerreinigung“

Doch es gibt auch einige positive Stimmen. „Ellen“ etwa lobt ihr Zimmer als „super groß, einfach ausgestattet und sauber“. Hotelgast „Stefan“ findet seines sogar „spitze“ („großes Bett, sauber“) und stellt auch den Zimmermädchen („Zimmerreinigung war okay“) ein gutes Zeugnis aus. Diese Einschätzung teilen jedoch bei weitem nicht alle Gäste. „Mit einem sehr dreckigen, ekligen Lappen und einem Eimer Wasser werden 24 Räume geputzt“, kritisiert „Astrid“ das Reinigungspersonal. „Anja & Denny“ beschreiben den Putztrupp als „lustlos“, und auch „Peggy“ meint, dass sie die Zimmerreinigung selbst „mit Sicherheit besser gemacht hätte“.

Was die Gastronomie im „Bumas“ anbelangt sind sich die Hotelgäste zumindest in puncto Frühstück über das „sehr überschaubare Angebot“ („Peggy“) einig. Kommentare wie „lauwarme, halb vergammelte Melone und pappsüßer Orangesaft“ („Katja“), „Butter war bereits ranzig“ („Nicole“) und „haben uns im nahen Supermarkt Brotaufstrich geholt“ („Stefan“) lassen an der Qualtiät der Speisen Zweifel aufkommen. Wie groß die Bandbreite an Unzulänglichkeiten ist, verdeutlichen „Anja & Denny“: „Löcher und Flecken in den Tischdecken bis hin zu schmutzigen Salzstreuern und Besteck sowie Fliegen und Ameisen auf dem Obst“, berichten die beiden.

„Eklig grünes Poolwasser“

„Als wir ankamen, war der Pool hellblau, später grün“, berichten die zwei Hotelgäste über die Außenanlage weiter. Von „umgekipptem Wasser“ und „ekligem Grün“, berichtet auch „Astrid“, die den größeren Pool („gute Schwimmmöglichkeiten“) immerhin lobt. Ein Problem ist jedoch der schlechte Zustand der Becken. „Die Pools müssten gereinigt und repariert werden“, schimpft „Heike“. Ihre Tochter „hatte sich an den Fliesen den Finger aufgeschnitten“.

Punkten kann das Hotel „Bumas“ vor allem mit seiner Lage und dem moderaten Preis. „Es ist einfach Klasse, mal nur den Geräuschen der Natur lauschen zu können“, freut sich „Peggy“ über die ruhige, „sehr angenehme Atmosphäre“. „Wer wilde Poolpartys, Animation rund um die Uhr will, ist im ‚Bumas’ falsch“, so die Urlauberin weiter. Außerdem „sind es zum Strand nur 200 Meter“, beschreibt „Stefan“ die Nähe zum Meer. Insgesamt findet er das Preis-Leistungs-Verhältnis des Hotels „absolut okay“. Auch „Peggy“ empfiehlt das Hotel Ruhesuchenden, die „mal auf ein Stück Luxus verzichten können“.

Die Fotogalerie dokumentiert einige der von den Usern monierten Missstände.
Manche Kriterien, nach denen Urlauber ihr Domizil bewerten, sind höchst subjektiv: Sauberkeit, Service und Ruhe empfinden sie durchaus unterschiedlich. Zudem: Was User schreiben, bezieht sich immer nur auf die Zeit ihres Aufenthalts.

In den Hotelbewertungen von Holidaycheck, die FOCUS Online wöchentlich zusammenfasst, schreiben sich jedoch nicht nur Nörgler ihren Frust von der Seele: Drei Viertel der User geben ihrer Unterkunft gute Noten. Umso hellhöriger sollten Interessierte werden, wenn sich bei einem Hotel die Beschwerden häufen.

Holidaycheck ist eine Beteiligung der TOMORROW FOCUS AG, die auch FOCUS Online herausgibt.

Originalbericht: focus.de

One comment on “Hotel „Bumas“, Bali – „Hier haben die Götter versagt“
  1. immer das selbe: zu MINI Preis Maxi Service, solche Urlauber, die da maulen, müssen doch nur ein 5 Sterne Hotel buchen, da bekommen sie das Frühstück ans Bett !

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