Stammesangehöriger schießt mit Pfeilen auf Neuseeländer

Die Retter kamen mit einem Kleinflugzeug, sie brachten die Verletzten in ein nahegelegenes Krankenhaus: Ein Anthropologe ist von einem Stammesangehörigen mit Pfeil und Bogen angegriffen worden – als er mit seiner Freundin in einem Fluss im Dschungel von Papua-Neuguinea badete.

Sydney – Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar: Ein neuseeländischer Anthropologe ist im Dschungel von Papua-Neuguinea von Pfeilen getroffen worden, als er nach dem Baden in einem Fluss aus dem Wasser kam. Das teilte Delene Evans von der Ärzte-Organisation Australian Doctors International am Mittwoch mit. “Er hatte Pfeile an der Seite und im Bauch stecken”, sagte Evans. Der Angreifer, ein Stammesangehöriger, habe ihn zudem mit einem Stein am Kopf getroffen.

 

Auch die französische Freundin des Neuseeländers wurde den Angaben zufolge bei dem Vorfall am 19. Juni verletzt. Ihr gelang es aber, per Funk um Hilfe zu rufen. Die Retter kamen mit einem Kleinflugzeug und brachten die Verletzten in ein nahegelegenes Krankenhaus. Später wurden die beiden in eine Klinik im australischen Cairns verlegt, inzwischen sind sie entlassen.

Die Ärztin Josette Docherty, die die Verletzten im Krankenhaus in Papua-Neuguinea behandelte, sagte, so ein Angriff sei “sehr selten”. Die Organisation Australian Doctors International arbeite seit neun Jahren in der westlichen Provinz des Landes und habe noch nie zuvor von so einem Vorfall gehört. “Die Menschen hier sind normalerweise herzlich, gastfreundlich und stolz darauf, ihre Kultur mit Ausländern zu teilen”, sagte Docherty.

Originalbericht: spiegel.de

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