Und wieder schneidet sich Indonesien ins eigene Fleisch

Die am 06.05.2012 in Indonesien eingeführte Exportsteuer von 20% auf unbearbeitete Rohstoffe lassen den Export nahezu zusammenbrechen.

Dieses Szenario erinnert an die vor einigen Monaten erhobene Filmsteuer auf Kino Blockbuster aus dem Ausland, die von der Regierung nach zähen Verhandlungen mit Hollywood zurückgenommen werden musste. Die Steuer sollte die Heimischen Filmemacher schützen. Nur hatte das zuständige Ministerium nicht damit gerechnet, dass Indonesier keine Indonesischen Filme sehen wollen, sondern Blockbusters aus dem Ausland. Hollywood zeigte daraufhin keine Filme mehr in Indonesien. Viele Kinos standen vor der Insolvenz, erst dann begann das Ministerium Händeringend zurück zu rudern und hob diese Steuer wieder auf.

Laut Analysten der Commerzbank Corporates & Marke brach der Export fast vollständig zusammen. Selbst China was Weltweit Händeringend nach Rohstoffen schreit, kaufte keine Rohstoffe mehr in Indonesien.

Nach den Daten des Handelsministeriums, seien die Ausfuhren von Nickel allein zum Vormonat um 80% auf 572.000 Tonnen geschrumpft. Indonesien ist der Zweitgrößte Exporteur von Kupfer. Im vergangenen Monat wurden nur noch 20.000 Tonnen exportiert, ein Rückgang von sage und schreibe 90%! Bauxit ein Rohstoff für die Aluminiumherstellung wurde überhaupt nicht mehr exportiert!


Mit der Erhebung der Steuer will Indonesien erreichen, dass die Rohstoffe in Indonesien in andere Produkte gewandelt werden und damit Arbeitsplätze und eine Wertsteigerung der Rohstoffe erreicht würden.

Indonesien scheint da wieder einmal nicht im Vorhinein die Sachlage Analysiert zu haben. Man fragt sich wirklich ob ein Minister überhaupt in irgendeiner Form sich damit beschäftigt, wenn man sowas unterschreibt.

China als größter Käufer hat schon im Voraus seine Lager gefüllt und hat nun andere Lieferanten im Asiatischen Raum gefunden. Im Fall von Nickel stiegen die Philippinen ein und verdrängten damit Indonesien als Exportland.

Wie Indonesien den Ausfall dieser Exporteinnahmen Kompensieren möchte ist fraglich. Genauso fraglich bleibt ob Ausländische Investoren bereit sind in Indonesien überhaupt zu investieren um die Rohstoffe in Indonesien zu verarbeiten!

Sollte der Export weiter einbrechen, ist wohl eher von einer Entlassungswelle in den Mienen auszugehen, da wenn keine Käufer sind wird wohl auch nichts mehr gefördert werden. Es ist anzunehmen, dass den zuständigen Ministern der indonesischen Regierung nach diesen Zahlen und Steuereinahmen Einbrüche die Köpfe rauchen.

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13 Kommentare zu “Und wieder schneidet sich Indonesien ins eigene Fleisch”
  1. schau, Silvio, der Ansatz ist richtig, vielleicht etwas ungeschickt, nimm ein die Grasmine, die wird von US Firmen ausgebeutet, die paar Leutchen, die da arbeiten, machen das Kraut nicht fett, die Ausländer leben, wie die Maden im Speck und verursachen eine riesen Umweltverschmutzung, Indonesien stellt noch das Militär, um Arbeiteraufstände, berechtigt, niederzuschlagen.
    nimm mal das Holz, China kauft das Holz auf und fabriziert in China, die indonesische Möbelproduktion liegt am Boden, den Indonesiern bleibt nur Brachland, das sie abfackeln,
    dei Idee, dass Indonesien seine Rohstoffe selber verarbeitet ist richtig, aber leider gibts in Indonesien eben keine wirklich guten Manager, solange dei VIPs und Sponsoren von Firmen dicke Kohl bekommen, dürfte es ihnen wurscht sein, wer die Rohstoffe verarbeitet, und ausländische Investoren, klar der normale ächzt unter der Korruption der Imigrasi, ein Unternehmer zB wollte eine Fabrik für c 100 Arbeitnehmer errichten, der Beamte im kantor immigrasi wollte für ein EIN Jahresvisum einen Geländewagen im Wert von 400.000.000 völlig irre, was machte der Geschäftsmann, er ging nach Vietnam. wenn dei Indonesier nihct aufpassen, haben sie in 20 Jahren schon mal keinen Baum mehr, sondern max Palmenplantagen ohne Ende, siehe Malaysia un dmit ihren BOdenschätzen machen sich nur andere die Taschen voll !
    war selber bei so einem Projekt, man bereitet eine Präsendation vor, deutsche Manager reisten am Tag vorher an, usw, der Indonesische Chef sollte gegen 10 Uhr eintreffen, 2h Verspätung einkalkuliert, er kam gegen 16.30 Sorry meine Frau wollte noch unterwegs einkaufen! er blieb 10min und war dann wieder weg! so läuft das ! warum er überhaupt kam, wer kann es ahnen ?

  2. PS da ich viel Zeit habe, machte ich der Schule meins Sohnes den Vorschlag Kurse über E Installation abzuhalten und über Energie zu unterrichten, ging leider nicht, kantor imigrasi erteilte keine Genehmigung !

  3. Wow da ich bei DHL arbeite Import Export hoffe ich mal nicht das das auf mich zurueck faellt.

  4. Naja die DHL wird je keine Tonnen von Kupfer transportieren oder macht ihr jetzt auch auf Schüttgut *lol*

  5. also, Silvio, wer verdient denn an den Bodenschätzen?

    korrupte Beamte erteilen Lizenzen
    ausländische Firmen bauen ab
    die einheimischen Arbeitkräfte werden minmal bezahlt
    Scherheutstanadrt-Arbeitsschutzvorschriften unbekannt
    gesundheitlich Langzeitschäden Pech gehabt
    Gerade im Abbau von zB kuper oder anderen Mineralien werden hochgiftige Substanzen gebraucht, ich war mal in Chile, hoch im Norden wird Kupfer abgebaut, man konnte nur mit Schutzmaske da sein, in riesen Bottichen unter freiem Himmel wurde die Säure für die Kupfergewinnung aufbewahrt ( mittlerweilen ist die Ganze Gegend evakuiert ) Schade, man fährt lieber nach Bali, ein Excursion in so ein Abbaugebiet, das wär doch mal was

  6. Also wir exportieren jeden Monat 1000te of Container Sea freight und ca 1000 tonnen AFR. Das ganze quipment for mining. Das sind alles unsere Kunden.

    Ich arbeite bei Global Forwariding DHL nicht Express

  7. Also Franz,

    für jede Tonne die Indonesien verlässt sind Steuern fällig!

    So ist unter anderem der US Ammerikanische Konzern Freeport der größte Steuerzahler in Indonesien!

    Umweltschutz ist tatsächlich ein Manko, aber ist das nicht überall so wo großflächig gefördert wird. Sicherlich lässt sich einiges verbessern aber wer soll das Bezahlen.

    Schau dir Deutschland an will vorreiter in Sachen Umweltschutz sein und wer Zahlt das der STeuerzahler! ÖkoStrom hin oder her ne Kaffeemaschine interessiert das nicht wo der Strom herkommt. In Deutschland Kernkraft weg damit, dafür wird Deutschland in den nächsten Jahren Kernkraftstrom aus dem Ausland kaufen und die Länder um Deutschland herum bauen fleißig Kernkrafwerke, weil sie mit dem Stromexodus von Deutschland rechnen.

  8. http://de.wikipedia.org/wiki/Freeport-McMoRan

    wir sind Vorreiter im Umweltschutz, zB die Luft am Frankfurter Kreuz ist vielmals besser wie die auf Bali, Frau Merkel ( Ost) hat aus reinem Machterhalt die Energiewende eingeläutet, koste es was es wolle, hier spielt nicht der Nutzen eine Rolle, sondern nur Wählerstimmen, auserdem wenn du die ganze € Katastrophe verfolgst-dann könnte man glatt seine sieben Sachen zusammenpacken und wieder nach I zurück !

  9. http://www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/tid-16609/klimaverhandlungen-der-preis-fuer-unseren-lebensstil_aid_463050.html

    schade, dass man dieses Thema nicht mehr im Auge hat, man könnte noch verstehen, wenn Indonesien die Lehren aus dem Desaster ziehen würde und selber eine weiterverarbeitende Industrie aufbauen würde, aber so verscherbelt man den Reichtum des Landes in alle Welt, die nachfolgenden Generationen, auch deine Tochter Silvio, werden dafür bezahlen !

  10. Hier fehlt eindeutig Fingerspitzen gefühl, denk mal nach was hat Indonesien jetzt gekonnt, weniger Steuereinnahmen, wieder einmal den Ruf eines nicht fähigen Vertragspartner rechnung gegolten. Richtig wäre gewesen, die Einnahmen durch den Export in Förderprogramme für die verarbeitene Industrie zustecken. Damit Investoren gelogt werden. So wird kein Investor Geld investieren, er muss ja Angst haben, dass Indonesein als nächstes die verarbeitende Industrie stärker besteuert, wenn alle Firmen stehen und Profit abwerfen.

    So gehts wohl nicht und dass sieht auch ein nicht BWL Studierter!

    Und wie gesagt Indonesien sieht es immer wieder. Jetzt haben z.B. Die Tempe Produzenten direkt im Ramadan gestreigt, weil der zuständige Minister auf Sojabohnen Importe 5% Strafzoll auferlegt hat. Während des Ramadan kein Tempe, da muss das Telefon beim Minister sturm geklingelt haben. Nach drei Tagen wurde die Extra Steuer wieder zurückgenommen. Jetzt gibts auch wieder Tempe.

    Indonesien sollte sich mal ordentliche Berater zulegen, die vor solchen Fehlentscheidungen warnen und es richtig tun. Kostet zwar Geld erspartr aber auch eine Menge verluste.

  11. Pingback: Indonesisches BIP überrascht Analysten

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