Jakarta steht still

Nichts geht mehr in weiten Teilen von Jakarta. Hunderttausende Arbeiter sind gestern insbesondere im Finanz Distrikt im Stadtzentrum nicht auf Arbeit gelangt, nach dem die Innenstadt mit einer Flutwelle von 40 cm bis zu einem Meter überschwemmt wurde.

Zeigt das Gebäude meiner Frau wo sie eigentlich zur Arbeit hin sollte. Da führte gestern kein Weg hin!

Zeigt das Gebäude meiner Frau wo sie eigentlich zur Arbeit hin sollte. Da führte gestern kein Weg hin!

Meine Frau die bei einer chinesischen Großbank arbeitet, war davon auch betroffen und musste mit dem nächsten Zug nach Hause zurückkehren, da es keine Möglichkeit gab Ihr Bürogebäude, was nur 150 m vom Bahnhof entfernt lag zu erreichen.

Viele Firmen informierten Ihre Kunden per Email, dass keine Geschäftstätigkeit möglich ist.

Insbesondere Jakarta wird jährlich von Fluten wären der Regenzeit heimgesucht. Grund ist die starke Bebauung der Ufer der Hauptflüsse von Jakarta. Damit können sich die Wassermassen nicht mehr ausbreiten, der Wasserspiegel steigt rapide an und überflutet die Umgebung. Katastrophenschutz scheint in Indonesien immer noch ein Fremdwort zu sein, genauso wie das Analysieren der Probleme und Wirksamen Schaffen von Gegenmaßnahmen.

Diese Sandsäcke sollten die Flut aufhalten ;-)

Diese Sandsäcke sollten die Flut aufhalten 😉

Die Flut erinnert an das große Hochwasser von Westjakarta. Dieses Mal hat es aber genau das Herz von Jakarta getroffen. Mitten im Finanz Distrikt kam das Leben zum erliegen. Tausende von Firmen waren nicht in der Lage in ihre Büroräume zu gelangen. Selbst der Präsident musste in seinem Palast durch die Fluten waten.

Auch die Indonesische Börse in Jakarta war nur spärlich besetzt.

Leider kamen durch die Fluten bisher 5 Menschen ums Leben. Die meisten wurden von Stromschlägen getötet. Hunderttausende Arme Bürger von Jakarta sind Obdachlos geworden, da Ihre Blechhütten den Wassermassen nichts entgegenzusetzen hatten.

Auch der Präsident war von der Überflutung betroffen. (Mitte blaues Short)

Auch der Präsident war von der Überflutung betroffen. (Mitte blaues Short) Foto: Jakarta Post

Erstaunlich ist das die Menschen von Jakarta trotz der Katastrophe noch Lachen. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder Videos, bei YouTube hochgeladen, die Menschen zeigen die trotzdem sie fast alles verloren haben immer noch lächeln.

So wird wohl auch dieses Mal wie immer alles seinen geregelten Weg gehen. Die Häuser die dem Fluss das Land nehmen werden wieder aufgebaut und in ein paar Jahren stehen wir wieder vor demselben Problem!

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