Papua 344 Geiseln befreit


Indonesische Militäraktion befreit 344 Geiseln aus den Händen von Rebellen im Osten von Papua, die als Sklaven in illegalen Mienen gehalten wurde.

20.11.2017 Papua 344 Geiseln befreit

In Papua herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg. Rebellen kämpfen gegen die Unabhängigkeit von Papua. Im Jahr 1969 drang das indonesische Militär in Papua ein und annektierte die halbe Insel. Seitdem ist Papua in zwei Länder geteilt. Im Osten der Teil von Indonesien und im Westen das Land Papua New Guinea. Papua New Guinea ist in den letzten Jahren bekannt geworden, da hier Australien Flüchtlingsinternierungslager unterhält. Die Einreise nach Australien für Flüchtlinge endet in diesen Lagern auf menschenunwürdiger Weise. Immer wieder kommt es zu Aufständen in diesen Lagern, die mit aller Härte durch das Militär niedergeschlagen werden.

Im Osten der Insel befindet sich die weltweit größte Kupfer- und Goldmine auf indonesischen Boden. In der von der US-Firma Freeport betriebenen Grasberg Miene werden die Bodenschätze abgebaut.

Rebellen wollen ein Einheitliches und Eigenständiges Papua und kämpfen auch mit Waffengewalt gegen die indonesische Regierung und Freeport.

Mit Jokowido entspannte sich das Verhältnis.

Papua 344 Geiseln befreit / Screenshot: Der Farang
Papua 344 Geiseln befreit / Screenshot: Der Farang

Mit der Wahl von Jokowido zum Präsidenten entspannte sich die Lage in Papua. Nach Papua durften Ausländer nur mit einer Sondergenehmigung reisen. Diese Verordnung wurde durch die indonesische Regierung zurückgezogen. Auch der Präsident besuchte bereits den indonesischen Teil von Papua. Dennoch häufen sich in den letzten Monaten, wieder Übergriffe auf Militär und Polizei durch die Rebellen.

Rebellen betreiben eigene illegale Mienen und schrecken dazu nicht einmal vor Geiselnahme und Zwangsarbeit zurück. So wurden in den Dörfern Kimbeli und Banti, nach einem Feuergefecht mit den Rebellen 344 Geiseln befreit, die von den Rebellen zu arbeiten in den Mienen gezwungen wurden. Durch den Abbau von Kupfer und Gold finanzieren die Rebellen ihren Unabhängigkeitskampf. Dass sie dabei Geiseln nehmen und Menschen als Sklaven halten, ist neu und wird gerade in der Bevölkerung von Papua nicht gerade für Unterstützung sorgen. Deshalb verbreitet Indonesien gerade in Papua in allen Medien auf Papua diese Meldung.

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