US-Bürger flieht aus Bali Gefängnis

Einem US-Bürger gelang aus dem berüchtigten Gefängnis auf Bali die Flucht. Er sägte einfach ein Loch ins Dach seiner Zelle und spazierte hinaus.

12.12.2017 US-Bürger flieht aus Bali Gefängnis

Einem 32-jährigen US-Bürger, der wegen fünf Gramm Haschisch verhaftet wurde und auf seinem Prozess wartete, gelang die Flucht aus dem berüchtigten Kerobokan-Gefängnis. Im Kerobokan-Gefängnis sitzen viele Ausländer, die gegen die harten Drogengesetze von Indonesien verstoßen haben. Der Amerikaner flüchtete mit einem 57-jährigen Landsmann, der bereits kurz hinter den Gefängnismauern wieder festgenommen werden konnte. Dem Jüngeren gelang durch seine Sprintfähigkeit die Flucht vor seinen Verfolgern. Seitdem ist dieser spurlos verschwunden.

Verhaften wegen Besitz von fünf Gramm Haschisch!

Der Flüchtige wurde bereits im August mit fünf Gramm Haschisch auf Bali verhaftet und wartete im Gefängnis auf seinen Prozess. Welche Strafe ihn erwartete, ist unklar. Auf Drogenvergehen gilt in Indonesien bereits bei kleinsten Mengen die Todesstrafe. Bisher trauten sich die Gerichte nicht, diese gegen US-Bürger einzusetzen. Nach dem Vorschnellen des US-Präsidenten Trump, in der Jerusalem-Frage könnte sich dieses nun ändern. Indonesien steht als islamischer Staat hinter den Palästinensern, die Jerusalem auch als Hauptstadt ihres geplanten Landes ansehen.

Flucht mit Unterstützung möglich!

US-Bürger flieht aus Bali Gefängnis

US-Bürger flieht aus Bali Gefängnis

Die beiden Männer sägten mit einer Eisensäge die Gitterstäbe in Richtung Dach durch und spazierten dort hinaus. Die hohe Gefängnismauer überwanden sie, dank einer Bauleiter, die aufgrund von Umbaumaßnahmen im Gefängnis bereitstand. Wie die Säge in die Hände der Insassen gelangen konnte, blieb bisher offen.

Die indonesischen Gefängnisse sind regellos überfüllt. Dadurch kommt es immer wieder zu Revolten und Gefängnisausbrüchen. Das auf Bali sich befindende Kerobokan-Gefängnis sei nach Reuters Informationen, für 325 Häftlinge geplant worden. Zurzeit sitzen in diesem Gefängnis 1.300 Insassen meist jahrelange Haftstrafen auf engsten Raum ab.

Dass dieses nicht so weitergehen kann, scheint auch einigen Experten in Indonesien klar zu sein. So kam vor ein paar Jahren ein solcher Experte auf die glorreiche Idee verurteilte Drogen Straftäter, auf einer einsamen Insel auszusetzen und um das Lager einen Graben mit Wasser zu ziehen, in dem Krokodile die Wachmannschaften übernehmen sollten. Dieser Vorschlag wurde nicht umgesetzt, wie auch viele andere Ideen die für weltliche Verhältnisse lächerlich klingen.

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