Jakarta will Arbeitsplätze für Behinderte schaffen

Der Gouverneur von Jakarta Anies, hat eine Verordnung erlassen, die Behinderten ermöglichen soll in der Stadtverwaltung zu arbeiten.

15.01.2018 Jakarta will Arbeitsplätze für Behinderte schaffen

Schaffung von Arbeitsplätzen in der Stadtverwaltung von Jakarta, für Menschen mit Behinderungen, ist das Ziel, was sich der Gouverneur von Jakarta Anies Baswedan zum Jahresbeginn gesetzt hat. Dazu gab er die Gouverneursverordnung Nr. 2/2018 heraus. Diese Verordnung beruht auf dem im Jahr 2016 verabschiedeten Gesetz für Menschen mit Behinderungen.

Die am 03. Januar erlassene Verordnung weist die zuständigen Beamten an, Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, in der Stadtverwaltung zu arbeiten. Gleichzeitig legt diese Verordnung die Quote von mindestens 2 % fest und garantiert Menschen mit Behinderungen  die gleichen Rechte und Pflichten wie nicht behinderte Arbeitgeber.

In Indonesien sind Behinderte immer noch ein Tabuthema!

Behinderte werden zwar von ihren Familien in Indonesien gepflegt und unterstützt, jedoch haben diese kaum Chancen am Leben teilzunehmen. So gibt es kaum Behindertengerechte öffentliche Verkehrsmittel in Indonesien. Auch dadurch werden behinderte Menschen in Indonesien ausgegrenzt.

Jakarta will Arbeitsplätze für Behinderte schaffen

Jakarta will Arbeitsplätze für Behinderte schaffen

Mittlerweile findet man in jedem Kaufhaus ein Behinderten-WC. Gleichzeitig bietet man kostenlose Rollstühle in den Einkaufszentren zum Verleih an.

Indonesien will Armutsgrenze auf unter 10 % drücken!

26,58 Millionen Indonesier leben unterhalb der Armutsgrenze in Indonesien. Das wären ca. 10,12 %. Der zuständige Minister strebt für dieses Jahr die Senkung auf unter 10 % an. Seit Jahren sinkt die Zahl der Menschen die unter der Armutsgrenze leben müssen. Gleichzeitig erreichen Förderprogramme die Menschen die in extremer Armut leben, nicht. Hier muss sich die Regierung stärker einsetzen.

Das Jakarta nun die Möglichkeit schafft, behinderten Menschen einen Arbeitsplatz zu geben, wird die Senkung der Armutsquote für Jakarta zwar verbessern, jedoch nicht in ganz Indonesien.

Viele Vergessen das Indonesien kein Sozialstaat ist!

In Indonesien gibt es kaum finanzielle Unterstützungen. So erhalten auch Familien die einen behinderten Angehörigen pflegen keine finanziellen Zuschüsse. Es gibt weder Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall noch Arbeitslosen- oder soziale Unterstützungen in Indonesien. Das  vergessen viele deutsche Urlauber immer wieder. In Deutschland wird man vom Staat aufgefangen und unterstützt, wenn man Hilfe beantragt. In Indonesien sieht dieses ganz anders aus. Wer keinen Job hat, verdient kein Geld und muss auf die Unterstützung der Familie hoffen. Kann die Familie keine Unterstützung mehr leisten, hilft nur noch das Betteln auf der Straße.

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