Aceh verzichtet auf öffentliche Prügelstrafe

Auf Druck der indonesischen Regierung scheint nun die autonome Provinz Aceh einzulenken und die öffentliche Prügelstrafe in die Gefängnisräume zu verlegen. Internationale Kritik über das Vorgehen in Aceh hat Indonesien zum Nachdenken angeregt. 13.04.2018 Aceh verzichtet auf öffentliche Prügelstrafe Aceh hat in einer Gouverneursverordnung die Ausübung von öffentlichen Prügelstrafen nach dem Schariarecht verboten und angeordnet diese nur noch hinter verschlossenen Gefängnisräumen durchzuführen. Internationale Kritik nach veröffentlichten Videos von solchen Prügelstrafen, die auf Grundlage der Scharia auf fragwürdigen Straftaten geurteilt wurden, haben hier wohl zum Einlenken geführt. Glücksspiel, unverheiratet Händchen halten, oder Homosexualität, wurden mit harter öffentlicher Prügelstrafe in Aceh geahndet. Am 16.03.2018 berichtete ich, dass die Provinz Aceh öffentliche Hinrichtungen plane, nach dem Vorbild von Saudi Arabien. Hier zog die Zentralregierung in Jakarta die Not Reißleine und verwarnte die Gouverneursregierung von Aceh. Die Todesstrafe kann nur direkt vom Obersten Gerichtshof erteilt und bestätigt werden. Ein Provinzgericht darf nach der Verfassung von Indonesien diese Strafe zwar erlassen, jedoch nicht durchführen, da nur der Oberste Gerichtshof die Todesstrafe bestätigen und durchführen lassen kann. Aceh will öffentliche Enthauptung einführen Aceh und das Ministerium für Recht und Menschenrechte gaben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Laut der Verordnung darf diese Strafe nur noch hinter verschlossenen Türen verhängt werden. … Aceh verzichtet auf öffentliche Prügelstrafe weiterlesen