In Jakarta kann man jetzt Bahnhöfe ersteigern

Ok nicht den ganzen Bahnhof, jedoch den Namen, der dieser Bahnhof in Zukunft tragen soll. Dabei handelt es sich um die neuen Bahnhöfe der MRT Jakarta, die im März 2019 den Betrieb aufnehmen soll.

24.05.2018 In Jakarta kann man jetzt Bahnhöfe ersteigern

In einer Pressemitteilung gab der MRT Jakarta Präsident William Sabandar, am Dienstag bekannt, dass man Stationsnamen der Bahnhöfe versteigern möchte. Insgesamt seien 13 Stationsnamen entlang der 16 Kilometer langen Strecke zu vergeben.

Also wer wollte nicht schon mal einen Bahnhof, der seinem Namen trägt, besitzen. Ziel ist es natürlich, einen hohen Preis in den Auktionen zu erzielen. Ob ein Interesse besteht, ist bisher nicht bekannt. In Deutschland wurden in den letzten Jahren mehrfach Stadiennamen erfolgreich verkauft. Siehe die Allianz Arena als kleines Beispiel.

Zahlungen über Go-Jek möglich!

In der Pressemitteilung wurde auch bekannt gegeben, dass der MRT Betreiber eng mit Go-Jek zusammenarbeiten wird. So kann man mit Go-Pay zum Beispiel das MRT-Ticket bezahlen. Weiterhin werden für Go-Jek-Fahrer explizierte Parkplätze geschaffen, damit sie die Fahrgäste weiter transportieren können.

MRT – Hoffnung auf Verkehrsentlastung für Jakarta!

In Jakarta kann man jetzt Bahnhöfe ersteigern / Screenshot: Jakarta Post

In Jakarta kann man jetzt Bahnhöfe ersteigern / Screenshot: Jakarta Post

Das Verkehrschaos von Jakarta steigt von Jahr zu Jahr. Ob die MRT eine Entlassung des Verkehrs bringt, wird sich nächstes Jahr zeigen. Problematisch sehe ich persönlich, dass die MRT nur Hauptstrecken abfährt. Für Pendler, die täglich von außerhalb von Jakarta kommen, fehlen Parkmöglichkeiten an den Bahnhöfen. Diese werden wohl kaum auf die MRT umsteigen.

Die Hoffnung stirbt wie so oft zuletzt. Auf eine Entspannung der Verkehrslage in Jakarta sollte man jedoch nicht so große Hoffnung setzen. Dazu steigen die Zulassungszahlen von PKW´s und Mopeds zu stark an. Die Umsetzung eines vernünftigen Nahverkehrs für Jakarta wird zu zaghaft umgesetzt. Weiterhin fehlen funktionierende Umgehungsstraßen, um den Verkehr aufzuteilen. Hier sollten sich die Stadtplaner einmal ein paar Gedanken machen. Dasselbe gilt natürlich auch für das katastrophale Verkehrsleitsystem. So steht man teilweise fast 3 Minuten an einer roten Ampel und von einer grünen Welle hat man in Jakarta noch nie etwas gehört.

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