Merapi erneut ausgebrochen


Der Vulkan Merapi bei Yogyakarta auf Java zählt zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen der Erde. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Ausbrüchen, was die Gefahr einer großen Explosion mindert.

04.06.2018 Merapi erneut ausgebrochen

Der aktivste und auch beeindruckendste Vulkan von Indonesien ist in den letzten Tagen mehrfach ausgebrochen. Dabei stieß er eine sechs Kilometer hohe Aschewolke aus. Der Merapi liegt circa 35 Kilometer von der Provinzhauptstadt Yogyakarta entfernt. Durchschnittlich alle zwei bis drei Jahre kommt es beim Merapi zu kleineren Ausbrüchen. Alle 15 Jahre zu deutlich größeren. Seit 2010 scheint dieser seinen Rhythmus verkürzt zu haben.

Im Jahr 2006 wurde direkt unter dem Merapi ein riesiges Objekt entdeckt. Dabei handelt es sich vermutlich um eine gewaltige Magmakammer. Diese Magmakammer soll etwa dreimal so viel Magma enthalten, wie beim Ausbruch des Tamboras auf der Insel Sumbawa im Jahr 1815 freigesetzt wurde. Damals kam es durch diesen gewaltigen Ausbruch zu einer globalen Klimakatastrophe, die weltweit Hungersnöte auslösten.

Experten sind froh über kleine Ausbrüche!

Merapi erneut ausgebrochen

Merapi erneut ausgebrochen

Experten sind sich einig, dass die immer kürzer werdenden Abstände, von größeren Eruptionen ein gutes Zeichen sind, dass der massive Druck der sich in der riesigen Magmakammer aufbaut, entweicht. Dadurch singt die Gefahr einer massiven Eruption, deren Auswirkungen global nicht abzuschätzen sind.

Seit 2010 werden immer wieder Menschen durch Ausbrüche getötet, was diesen Vulkan so gefährlich macht. Das Auftreten von Pyroklastischer Strömen, die den Hängen des Vulkans hinunterrasen, sind keine Seltenheit. Diese Aschewolken können selbst Schallgeschwindigkeit erreichen und sind bis zu 700 °Celsius heiß.

Touristen werden die Naturgewalten nahe gebracht!

Preis: Derzeit nicht verfügbar
Wer den Merapi in seiner Ruhezeit besucht, kann sich in verschiedenen Teilen um den Vulkan die Überreste anschauen, die nach einem Ausbruch übrig bleiben. Von völlig verkohlten Autos und Motorräder, über verformte Haushaltsutensilien bis hin zu Überresten von Tieren, die vom Ausbruch überrascht wurden. Beeindruckend fand ich eine Stelle, wo man Häuser sah, die bis zur Fensteroberkante mit schwarzer Erde umgeben waren. Und das noch Kilometer entfernt vom eigentlichen Gipfel.

Zurzeit ist ein Besuch jedoch nicht empfehlenswert. Auch die Tempelanlagen insbesondere der Borobudur wird wohl derzeit keine Empfehlung sein. Der internationale Flughafen von Yogyakarta wurde mittlerweile gesperrt. Ob Flüge aufgrund der Aschewolke nach Bali von Ausfällen betroffen sind, ist derzeit auch nicht bekannt.

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