Bahnt sich eine Umweltkatastrophe für Indonesien an? Foto: Jakarta Post

Bahnt sich eine Umweltkatastrophe für Indonesien an?


Ein Palmöltanker ist in der Bucht von Jakarta spurlos verschwunden. Seit dem 28. Dezember gibt es zu dem Tanker keinen Kontakt mehr.

Die nationale Such- und Rettungsbehörde (Basarnas) sucht den 1.128 Bruttoregistertonnen schweren Tanker Namse Bangdzod. Dieser verließ am 27. Dezember den Hafen Sampit in Kalimantan / Borneo und war auf den Weg nach Jakarta.

Der letzte Funkkontakt fand am 28. Dezember statt und seitdem hat niemand von dem Tanker etwas gesehen oder gehört. Der Tanker war voll mit Rohpalmöl geladen, was für den Export bestimmt war. An Bord des Tankers befanden sich zwölf Besatzungsmitglieder.

Nach den Berechnungen hätte der Tanker am Wochenende die Bucht von Jakarta erreichen müssen. Ein Ausfall des Funks kann demnach ausgeschlossen werden. Ominös ist, dass niemand den Tanker auf der viel befahrenen Seestrecke gesehen haben will. Auch wurden bisher keine Ölteppiche oder anderes Treibgut, was auf einen Untergang des Tankes hätte schließen können gefunden.

Mittlerweile habe man mehrere Patrouillenboote ausgesendet und andere Schiffe aufgefordert die Augen nach dem vermissten Tanker offen zu halten.

Die Behörden weigern sich zu spekulieren, was mit dem Tanker passiert ist. Man werde die Suche verstärken, bis man weis, was mit dem Tanker passiert ist.

Untergang wäre undenkbare Umweltkatastrophe für Indonesien!

Dass bisher kein Ölteppich gesichtet wurde, deutet daraufhin, dass der Tanker bisher nicht gesunken ist. Ein Fahrfehler verursacht durch einen kompletten Systemausfall schein auch so gut wie ausgeschlossen zu sein, da das Seegebiet zwischen den Inseln von Indonesien sehr stark befahren ist.

Möglich ist, dass der Tanker nach einem Motorschaden abgetrieben ist und irgendwo an einem unbewohnten Küstengebiet gestrandet ist. Aber auch ein driftender Tanker hätte mit Sicherheit irgendeinem auffallen müssen. Sollte der Tanker tatsächlich gesunken sein, droht Indonesien wohl eine undenkbare Umweltkatastrophe.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Piratenüberfall, jedoch sind diese ja bestrebt, so schnell wie möglich an ihr Lösegeld zu kommen. Auf dieser Strecke ist bisher nichts von Piratenaktivitäten bekannt und so scheint das spurlose Verschwinden eines so großen Tankers noch mysteriöser.



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