Das Vereinigte Königreich hat Indonesien 13 Millionen Pfund (ca. 16,3 Millionen USD) für die Finanzierung eines Plans zur landesweiten Entwicklung erneuerbarer Energien gewährt.

Mit dem Kredit soll die Entwicklung und deren Umsetzung von erneuerbaren Energieprojekten vorangetrieben werden. In Indonesien liegt der Einsatz von erneuerbaren Energien weit zurück. Strom wird größtenteils durch Kohle und Gaskraftwerke erzeugt. Gerade einmal 12 Prozent des allgemeinen Energieverbrauches wird in Indonesien durch erneuerbare Energien, größtenteils durch Erdwärme, gewonnen. Die Energieerzeugung liegt immer noch in staatlicher Hand, was Innovationen hindert, jedoch aber auch den Strompreis einigermaßen stabil hält.

Durch die Finanzierung sollen nun insbesondere Projekte in der Provinz, die derzeit immer noch kein stabiles Energienetz besitzen, umgesetzt werden. Bisher gebe es Projekte in Zentral-Java, West-Java und in Süd-Sulawesi.

Durch Finanzierungshilfe sollen nun weitere Provinzen dazu ermutigt werden, auf erneuerbare Energien zu setzen. Hierbei soll die britisch-indonesische Zusammenarbeit helfen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, Verringerung der Entwaldung, der Verbesserung der nachhaltigen Energieversorgung und Verringerung der Umweltverschmutzung.

Gleichzeitig unterzeichnete, in diesem Zusammenhang der Gouverneur von Bambang und West-Papua eine Absichtserklärung bis zum Jahr 2020 den CO2 Emissionsgrundwert, um 15 Prozent zu senken. Dabei sollen auch Aufforstungsmaßnahmen helfen.

Indonesien hat große Ziele!

Bis zum Jahr 2030 will Indonesien seine Treibhausgasemissionen um 43 Prozent senken und gleichzeitig sein BIP bis 2045 um 6 Prozent pro Jahr steigern.

Indonesien steht an 17. Stelle in der Welt für den Ausstoß von Treibhausgasen. Das Vereinigte Königreich stellte bereits 19,5 Millionen USD zur Verfügung, um die Entwicklung von kohlenstoffarmen Energien zu beschleunigen. Dieses Geld floß in Pilotprojekte nach Ostindonesien.

Warum Deutschland und die Europäische Union, die doch immer als Vorreiter beim Thema Umweltschutz angesehen werden wollen, nicht auf solche Finanzierungsprojekte kommen, ist fraglich. Lieber sorgt man weiter dafür, dass Millionen Liter von Palmöl dem Treibstoff in der Europäischen Union zwangsweise beigemischt werden, wobei dadurch massive Umweltschäden in Indonesien durch den Aufbau und den Betrieb von Palmölplantage entstehen.

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