Flüchtiger Amerikaner wieder in Haft


Der aus dem berüchtigten Kerobokan-Gefängnis auf Bali geflohene US-Amerikaner ist auf Lombok verhaftet worden und zurück ins Gefängnis gebracht worden!

19.12.2017 Flüchtiger Amerikaner wieder in Haft

Dem Amerikaner gelang die Flucht aus dem berüchtigten Kerobokan-Gefängnis auf Bali. Sein älterer Landsmann, mit dem er die Flucht durchführte, wurde bereits kurz hinter den Gefängnismauern wieder verhaftet. Dem Amerikaner, der im Gefängnis auf seinen Prozess wartete, droht jetzt durch den Fluchtversuch eine härtere Strafe. Er wurde mit fünf Gramm Haschisch verhaftet.

Amerikaner versuchte sein Aussehen zuverändern!

Flüchtiger Amerikaner wieder in Haft / Screenshot Jakarta Post

Flüchtiger Amerikaner wieder in Haft / Screenshot Jakarta Post

Auf der fünftägigen Flucht schnitt er sich die Haare komplett ab, damit man ihn nicht sofort erkennt. Ohne Geld und Papiere war es ihm nicht möglich, Indonesien zu verlassen. Warum er die Fähre gerade nach Lombok nahm und nicht in Richtung Java versuchte zu flüchten bleibt wohl sein Geheimnis. Fraglich wäre auch, wie die US-Botschaft reagiert hätte, wenn er versucht hätte, Kontakt aufzunehmen.

Indonesische Gefängnisse sind menschenunwürdig!

Die Gefängnisse in Indonesien sind überfüllt und hygienisch unwürdig. Immer wieder kommt es zu Aufständen und Fluchtversuchen, bei denen immer wieder auch Wärter nach finanzieller Unterstützung nachhelfen.

Die Gefängnisse sind auch deswegen überfüllt, da in Indonesien bereits bei Bagatellstraftaten hohe Gefängnisstrafen gelten. So erwartet den US-Amerikaner mit dem Besitz von fünf Gramm Haschisch bereits eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Sollte das Gericht zu dem Entschluss kommen, das er dann noch selbst gedealt hat, droht ihm dazu noch die Todesstrafe. Bisher wurde noch kein US-Bürger zum Tode in Indonesien verurteilt. Dieses kann sich jetzt aber ändern. Nachdem der US Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt von Israel akzeptiert hat, ist die islamische Welt in Aufruhr. Auch in Jakarta demonstrieren Zehntausende von Demonstranten vor der US Botschaft.

Der Amerikaner könnte jetzt als politischer Spielball fungieren.

Die indonesische Regierung benutzt gern einmal politische Druckmittel, um ihre Ziele durchsetzen zu wollen. Bisher immer erfolglos. Man erinnere sich an die Zusatzsteuer auf Hollywood Filme, um die indonesische Filmindustrie zu unterstützen. Das Ergebnis war, dass Hollywood keine Filme mehr lieferte und die Kinobesucher dennoch die indonesischen Filme nicht sehen wollten. Nach drei Monaten standen viele Kinos vor dem Aus. Die Regierung zog die Zusatzsteuer zurück und endlich liefen wieder ordentliche Filme in den Kinos.

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