Deutschen droht Todesstrafe

Bereits am 26.01.2018 wurde ein Deutscher bei der Einreise in Bali mit Drogen aufgegriffen. Deutschen droht Todesstrafe. Gestern wurde er gemeinsam mit einem Britten bei einer Pressekonferenz vorgeführt.

23.02.2018 Deutschen droht Todesstrafe

Bei dem 55-jährigen Deutschen wurde bei der Einreise 7,91 Gramm Heroin, 2,57 Gramm Amphetamin  und 30 Tabletten Diazepam gefunden. Nach dem die ersten Drogen in seinem Koffer gefunden worden sind, räumte er ein in der Unterwäsche weitere Drogen versteckt zu haben.

Wie üblich wurde der Deutsche in einer Pressekonferenz vorgeführt und dabei sein vollständiger Name genannt. Siegfried Karl Achim R. ist 55 Jahre alt und ihm droht jetzt in Indonesien die Todesstrafe, da er mehr als 5 Gramm Heroin mit sich geführt hatte. Er beteuerte in den Vernehmungen, dieses als Eigenbedarf einführt haben zu wollen.

Deutschen droht Todesstrafe / Screenshot Jakarta Post

Deutschen droht Todesstrafe / Screenshot Jakarta Post

Diese Aussage glaubten ihn die indonesischen Ermittlungsbehörden natürlich nicht.

In der Jakarta Post konnte man folgenden Absatz lesen!

„Er sagte uns, dass alle Drogen nur für seinen persönlichen Gebrauch gebracht wurden. Wir können nicht einfach glauben, was er uns gesagt hat. Wir sollten untersuchen, ob er Teil eines internationalen Drogenringes ist, der versucht, Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen von Ngurah Rai auf einen größeren Schmuggelversuch hin zu testen „, sagte Pakris.

thejakartapost.com/news/2018/02/22/german-arrested-over-alleged-drug-smuggling.html

Mit ihm wurde auch ein 48-jähriger Brite bei der Pressekonferenz vorgeführt. In seinem Gepäck fanden die Zöllner am 24. Januar, 655 Valium Tabletten. Er besaß zwar ein ärztliches Attest, jedoch war die Menge mehr, als wie ein Arzt im Attest ausgewiesen hatte. Auch hier gehen die indonesischen Ermittlungsbehörden davon aus, einen großen internationalen Schmugglerring auf den Versen zu sein.

Von der Zerschlagung großer Drogenschmugglerringen, wird ja immer gern in Indonesien berichtet.

Beamte präsentieren sich lächelnd und feiern ihren angeblichen Erfolg / Screenshot Jakarta Post

Beamte präsentieren sich lächelnd und feiern ihren angeblichen Erfolg / Screenshot Jakarta Post

Erfolge sind aber ehern nicht zu sehen. Dieses mag auch daran liegen, dass es immer noch keine Möglichkeit gibt, international Fahndungen zu koordinieren. So hören an den Grenzen von Indonesien die Ermittlungen auf, und Beamte können sich lächeln bei einer Pressekonferenz sich zeigen und für ihre sehr wagen Erfolge feiern lassen. Der Erfolg scheint unglaubwürdig, wenn man die steigenden Zahlen, die von der indonesischen Regierung immer wieder präsentiert werden, anschaut. Auch den Dutertes Weg, den Indonesien eingeschlagen hat, indem man der Polizei die Macht gibt, auf Verdacht Menschen einfach zu erschießen, nur weil man sie verdächtigt mit Drogen zu handeln, zeigt kaum Erfolge.

So sollten bisher über 80 Menschen durch Polizeikräfte getötet worden sein, die unter dem Verdacht stehen mit Drogen zu dealen. Eine Untersuchung, findet nach dem erschießen natürlich nicht statt. So gaukelt man der Bevölkerung zwar vor, etwas gegen Drogendealer zu unternehmen, aber in Wirklichkeit werden durch solche Aktionen ehern neue Probleme geschaffen.

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