Meine Reaktion auf einen Huffingtonpost Artikel

Die Journalistin Uschi Jonas schrieb in der Huffingtonpost den Artikel „Urlaub, wo andere sterben? Warum ich meinen Flug nach Bali sausen ließ“ und auf diesen möchte ich heute einmal eingehen!

Sie wolle nicht dort Urlaub machen, wo andere sterben! So beginnt Uschi Jonas ihren Artikel und bezieht sich auf den schweren Tsunami, der am 28. September 2018 rund 5.000 Menschen in den Tod riss. Nun so ganz geografisch scheint hier die Journalistin nicht auf dem Laufenden zu sein. Liegt doch das Unglück über 1.000 Kilometer entfernt von ihrem Urlaubsziel.

Die Journalistin Uschi Jonas schrieb in der Huffingtonpost den Artikel "Urlaub, wo andere sterben? Warum ich meinen Flug nach Bali sausen ließ"

Die Journalistin Uschi Jonas schrieb in der Huffingtonpost den Artikel „Urlaub, wo andere sterben? Warum ich meinen Flug nach Bali sausen ließ“

Auch auf der Nachbarinsel Lombok, sowie auf der in 500 Kilometer entfernten Insel Sumba, bebte die Erde. Auch im Norden der Insel Bali bebte die Erde! Das ist hier aber bereits Normal. Ein kurzer Blick in die Geografie hätte dieser Journalistin aufgezeigt, dass Indonesien am sogenannten „Feuerring“ liegt und somit die potenzielle Gefahr eines Erdbeben und eines Vulkanausbruches höher liegt, als wie in Deutschland.

Beim Gedanken nach Bali zu fliegen, wurde mir schlecht – schreibt sie!

In dem ganzen Artikel lese ich nur Schwarzmalerei. Erst sind es die Naturkatastrophen, die Sie bedrohen, dann die arme Bevölkerung, die Sie nicht ausnutzen möchte! Und Ihre aufgezeigten Belege hinken dazu noch. Dazu möchte ich aber später noch genauer eingehen!

Was mich an diesem Artikel stört, ist das Frau Uschi Jonas, meckert und gleichzeitig Geld zum Fenster hinaus schmeißt, wo sie doch die eingesparten Urlaubskosten, den Opfern der Tsunamikatastrophe doch hätte, Spenden können. Aber daran verschwendet diese Journalistin kein einziges Wort. Mehr noch, sie beginnt einen journalistischen Feldzug gegen Indonesien und beweist damit, dass sie von dieser Materie überhaupt keine Ahnung hat.

Sozialstaat Geplänkel und keine Ahnung von der Welt!

Da werden Zahlen hervor gesogen, die aufzeigen sollen, wie schlecht es den Menschen doch dort geht. Gleichzeitig vergisst auch Uschi Jonas, dass Sie in einem Sozialstaat lebt und in allen Lebenslagen eine Grundabsicherung besitzt! Das man diese finanzielle Sicherheit teuer durch Steuern bezahlt vergessen diese Weltahnungslosen immer wieder.

So schreibt sie in Ihrem Artikel: „Damit zählt der Inselstaat zwar nicht zu den ärmsten und unterentwickeltsten der Erde. Aber ein sorgenfreies Leben mit einer gesicherten Existenz führt dort wohl nur eine Minderheit.“ 

Wie viele Menschen in Deutschland in Deutschland können wohl sagen, dass sie ein finanziell sorgenfreies Leben führen. In einem Land, wo 592.000 Haushalte Wohngeld beziehen müssen, da sie sich sonst, die Miete nicht mehr leisten könnten! (destatis.de) Anzumerken sei hier noch, dass diese Haushalte mit Sicherheit nicht zu den deutschen Urlaubern zählen, die man auf Bali begrüßen darf.

Ein alleinstehender Harz IV Empfänger hat eine Tagespauschale von 13,60 Euro! Das sind gerade einmal 8,10 Euro, mehr wie der Durchschnitt in Indonesien verdient. Dafür liegen die Lebenshaltungskosten aber auch weiter unter denen von Deutschland, wenn man nicht gerade in einem luxuriösen Supermarkt einkauft.

Indonesien ist mit einer Fläche von 1.904.569 km2, 5,3 Mal so groß wie Deutschland!

Die touristischen Gebiete umfassen also nur ein Bruchteil der Fläche von Indonesien! In den touristischen Gegenden ist das Grundeinkommen bei Weitem höher als wie z. B. auf Sulawesi! Auch die Lebenshaltungskosten sind auf Bali höher. Der 5,50 USD Tagesdurchschnitt im Einkommen ist aber eben der Durchschnitt von ganz Indonesien und zählt unter anderem auch Eingeborenen Dörfer mit ein, deren Tagesdurchschnitt wohl unter 0,50 USD liegen dürfte. Diese Versorgen sich aber selbst, sind auf Geld in der Hinsicht nicht angewiesen und verkaufen gerade einmal an Besucher selbst hergestellte Souvenirs.

Denselben Fehler machen deutsche Journalisten, wenn es um die Scharia in Indonesien geht!

Die Scharia ist nur in Aceh einer kleinen Provinz im Norden Rechtsmittel und nicht auf ganz Indonesien umsetzbar. Trotzdem list man immer wieder von Prügelstrafe in Indonesien!

Auch der Ausspruch der Inselstaat zähle nicht zu den ärmsten und unterentwickeltsten der Erde, zeigt das bei dieser Journalistin nur das Finanzielle im Vordergrund steht. Würde sie einen Balinesen Fragen, was er an Bali reich findet, würde hier die Natur und das Meer als Antwort kommen.

Das dieses durch die Belastung von zig Millionen von Touristen die jedes Jahr Bali besuchen in Gefahr zu sein scheint, ist wohl nicht zu widersprechen. Hier sollte man jedoch nicht mit dem Finger auf die Balinesen zeigen, sondern mal den Versuch starten als Journalist Hilfe zu organisieren. Wie wäre es denn einmal mit einer simplen Finanzierung von Mülleimern für Kuta Beach. Wenn jeder Tourist seinen mitgebrachten Müll einfach wieder mit in sein Hotel nimmt und dort entsorgt, würde es Bali bereits besser gehen!

Auch bei der Trinkwasserversorgung hat diese Frau sich nicht informiert!

Wer einmal in Indonesien in einem Hotel war, weis, dass Leitungswasser kein Trinkwasser ist. Somit würden selbst Hotels keinen Zugang zu sauberen Wasser besitzen. Trinkwasser wird in Galone zu 19 Litern verkauft und ist in jedem kleineren Markt erhältlich. Der Preis liegt bei uns zurzeit bei 0,05 Euro pro Liter. Und da kaufen wir bereits das teure „Aqua“! Man wird in Indonesien kaum trinkfertiges Leitungswasser finden, es sei denn, man baut sich selbst Filteranlagen ein. Das Leitungswasser nicht überall verfügbar ist, liegt daran, dass ein Leitungssystem kostspielig ist. Das bedeutet aber nicht, dass Dörfer keinen eigenen Brunnen besitzen. Aber wie gesagt dieses ist kein Trinkwasser! Allein für das Gebiet um Jakarta geht man von einer Verseuchung des  Grundwassers bis zu einer Tiefe von 150 Metern aus. Wobei dann immer noch keine Aufbereitung stattgefunden hat.

Luxusurlaub vs. Alternativurlaub

Ich sag ja immer wieder, Indonesien ist nicht nur Bali oder Lombok. Aber auch diese Journalistin wollte ja nur einen Luxusurlaub buchen. Wer Land und Leute tatsächlich kennenlernen möchte, der muss weg von den Hotels. Auch dieses kann man auf Bali erleben, darf dann aber sich nicht wundern, wenn aus der Dusche nur kaltes Wasser kommt.

Ja Massentourismus zerstört eine Gegend. Bali insbesondere Kuta ist nicht mehr wieder zuerkennen! Konnte man noch 2007 ohne Probleme über die Straßen spazieren, kann man den Verkehr jetzt mit Jakarta bereits vergleichen. Und dazu muss ich persönlich nicht nach Bali reisen. Und dennoch, Bali sollte man einmal gesehen haben.

Den Urlaub abzusagen, weil es 1.000 Kilometer entfernt ein Beben gab und er Angst hat, ihm könne was in seinem Urlaub passieren, der sollte tatsächlich ehern zu Hause bleiben. Aber auch hier lauern die Gefahren. Eigentlich sollte man aus Angst das etwas passieren könnte den ganzen Tag im Bett verbringen! Ob dieses dann aber eine Erfüllung ist, lässt sich bezweifeln!

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