Abgestürzte Boeing hatte bereits seit vier Flügen Probleme gehabt!

In den Flügen vor dem Absturz hatte die Lion Air Maschine bereits vier Mal Probleme mit den Geschwindigkeitsinstrumenten. Warum die Maschine nicht zu einer genaueren Überprüfung aus dem Verkehr gezogen wurde, bleibt offen.

Der Chef der Fluggesellschaft Lion Air Rusdi Kirana, wendete sich am Montag in einer Pressekonferenz in Jakarta, an die Hunderten von Familienangehörigen der Opfer des  Flugzeugabsturzes. Der Flug JT610, eine Boeing 737 Max 8 stürzte am 29. Oktober 2018 vor der Küste von Jakarta ins Meer. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Die Familienangehörigen forderten die Bergung der Opfer und die Übergabe der Leichen an die Hinterbliebenen, damit man dieses in einem religiösen Ritual beerdigen könne. Am Dienstag wurden von Angehörigen, an der Absturzstelle Tausende von Blumen ins Meer geworfen.

Erster Flugschreiber ausgewertet

Der Flugschreiber der Maschine konnte bereits in den Tagen nach dem Absturz der Maschine geborgen werden. Nach dem Voicerekorder wird immer noch gesucht. Bei der Suche starb auch bereits ein Rettungstaucher.

Weiteres Todesopfer durch Flugzeugabsturz

Nach den Daten des Flugschreibers hatte die Maschine bei ihren letzten vier Flügen bereits Geschwindigkeitsprobleme. Die indonesischen Ermittler forderten Boeing und die zuständigen US-Behörde FAA auf, sicherzustellen das dieses kein grundlegendes Problem bei diesem Flugzeugtyp sei.

Die Federal Aviation Administration (FAA), die zuständig für die Zertifizierung der Boeing 737 Max sei, äußerte sich dahin gehend, dass dieser Flugzeugtyp über 200 Mal weltweit im Einsatz sei und noch keine weiteren Meldungen vorliegen über ähnliche Probleme.

Die Jakarta-Post stellt die Frage, warum drei andere Crews mit dem Problem klarkamen, der Flug am 29. Oktober jedoch abstürzte!

Ich würde hier eine ganz andere Frage stellen. Warum wurde, nach dem dieses Problem mehrmals aufgetreten ist, die Maschine nicht tiefgründiger kontrolliert. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass man, wenn dasselbe Problem ein zweites Mal nach einer Kontrolle auftritt, die Maschine am Boden lässt, bis das Problem gefunden wurde. Hier scheint aber wieder die Profitgier der Gesellschaft eine große Rolle gespielt zuhaben.

Bauernopfer wurde bereits geliefert, in dem man den Technikchef und die zuletzt an der Maschine arbeitenden Mechaniker fristlos entließ.

Was in der Maschine tatsächlich ablief, nachdem man das Problem festgestellt hatte, lässt sich nur durch den Voicerekorder aufklären. Fraglich ist und bleibt, warum der Pilot weder einen Notruf absetzte, noch bei der Bitte um Rückkehr zum Flughafen Jakarta erläuterte, in welcher Form das Problem bestehe.

Die Maschine prallte mit einer Geschwindigkeit von 560 Kmh auf das Wasser auf und zerbrach dort. In den letzten 21 Sekunden sank die Maschine aus einer Höhe von 9,4 Kilometern auf null. Üblich ist eine Sinkgeschwindigkeit von 500 bis 600 Metern in der Minute. Die Triebwerke liefen auf voller Leistung. Auch sei die Maschine nicht in der Luft zerbrochen, sondern erst durch den Aufschlag auf das Wasser.

Es sind also noch viele Fragen offen. Der letztendliche Abschlussbericht soll im Dezember von den Ermittlungsbehörden veröffentlicht werden.

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