Flugzeugabsturz – Zwischenbericht ohne konkrete Schuldzuweisung


In Jakarta wurde in dieser Woche ein Zwischenbericht zu dem Flugzeugabsturz der Lion Air Maschine veröffentlicht. Bisher wurden keine konkreten Schuldzuweisungen öffentlich getätigt, jedoch sagt eine Aussage alles!

Diese Maschine war nicht flugtauglich! So die Aussage bei der Pressekonferenz mit dem Zwischenbericht zum Flugzeugabsturz der Lion Air Maschine JT610 vor der Küste von Jakarta! Im Cockpit dieser Maschine müssen verzweifelte Versuche stattgefunden haben, die Maschine zu retten. Es war ein Kampf zwischen Computer und dem Menschen. Wobei hier der Mensch letztendlich verlor. Was sich genau im Cockpit ereignete, kann man noch nicht sagen, da der Voicerekorder der Maschine immer noch nicht gefunden wurde.

Jedoch spricht der Flugschreiber von einem harten Kampf. Der Bordcomputer wollte aufgrund seiner auf Messdaten basierenden Werte das Flugzeug sinken lassen, um Geschwindigkeit zu gewinnen, da die Messwerte einen angeblichen Strömungsabriss ankündigten. Die Piloten zogen am Steuerknüppel und versuchen die Nase des Flugzeuges oben zu halten. Darauf reagierte der Computer mit einem immer stärkeren Absenken der Nase des Flugzeuges, bis die Maschine fast senkrecht ins Meer stürzte!

Eine Betätigung eines Schalters hätte genügt!

Boeing hat bei diesem Flugzeugtyp Boeing 737 Max eine neue Software implementiert! Das Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) soll bei bestimmten Fluglagen mit Korrekturen des Einstellwinkels des Höhenleitwerks die Maschine vor einem drohenden Strömungsabriss schützen. Die bisherige Software konnten die Piloten durch Ziehen am Steuerknüppel automatisch abschalten. Dieses wurde von Boeing in der neuen Software aber nicht aktiviert. Sodass die Software trotz Ziehen am Steuerknüppel aktiv blieb.

Hier trägt Boeing eine große Last, denn sie erklärten bereits, dass man zu der neuen Software, keine Hinweise in den Manuals hinterlegt hatte. Auch wurden Piloten nicht wie üblich an der neuen Maschine mit der neuen Software geschult.

Bereits in den vorangegangenen Flügen hatte die Maschine Probleme mit den Sensoren gehabt, die dieselben Probleme wie vor dem Absturz erzeugten. Die Piloten auf dem Flug von Bali nach Jakarta schalteten einfach den Computer aus und flogen die Maschine von Hand. Warum es den Piloten, die in der Unglücksmaschine saßen, nicht gelang, kann man zurzeit nur mutmaßen. Hier fehlen die Daten des Voicerekorders, nach dem immer noch auf dem Meeresgrund gesucht wird. Es ist aber anzunehmen, dass die Piloten davon ausgingen, dass der Bordcomputer sich durch das Ziehen am Steuerknüppel automatisch abschaltet. Nur hatte dieses Boeing ohne die Piloten in Kenntnis zu setzen abgeändert.

Zur händischen Abschaltung des Bordcomputers kam es nicht.

Maschine war nicht flugtauglich!

Diesen Vorwurf muss sich jetzt Lion Air gefallen lassen. Man habe auf mehreren Flügen bereits Probleme mit den Sensoren gehabt. Wenn ein Austauschen der Messfühler keinen Erfolg brachte, sollte man wohl die Maschine genauer inspizieren, um dem Problem auf die Schliche zu kommen. Hier scheint man tatsächlich mehrfach einfach nur die Sensoren ausgetauscht zu haben und die Maschine für ihren nächsten Flug freigegeben worden zu sein. Ein Problem, was viele Billigflieger haben. Das Flugzeug muss fliegen, bis es auseinanderfällt. Leider ist es dann in der Regel zu spät. In diesem Fall starben 189 Menschen!

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