Falsche Bet-Richtung in Indonesien

Muslime müssen sich neu orientieren

Muslimen ist es vorgeschrieben in Richtung Mekka zu beten. Doch offenbar ist es gar nicht so leicht, die richtige Himmelsrichtung zu finden, wie sich nun in Indonesien zeigte: Der Religionsrat musste seine erst im März herausgegebene Fatwa korrigieren.

In Reih und Glied, aber in die falsche Richtung? Muslimgebet in einer Moschee in Jarkata© Bagus Indahono/DPA Foto-Quelle: stern.de

In Reih und Glied, aber in die falsche Richtung? Muslimgebet in einer Moschee in Jarkata© Bagus Indahono/DPA Foto-Quelle: stern.de

Millionen von Muslime haben in Indonesien in die falsche Richtung gebetet: Wer sich wie fälschlich angewiesen in Richtung Westen verbeuge, ziele auf Afrika statt – wie Muslimen vorgeschrieben – auf das zentrale Heiligtum des Islam, die Kaaba in Mekka in Saudi-Arabien, räumte der Vorsitzende des indonesischen Rates der Religionsgelehrten am Dienstag ein. Der Rat gab eine neue Fatwa heraus, die Muslime beim Beten nun in Richtung Nordwesten dirigiert.

In dem bevölkerungsreichsten islamischen Land der Welt – fast 90 Prozent der 240 Millionen Einwohner sind Muslime – haben die Menschen immer mehr oder weniger in Richtung Westen gebetet. Im März wollte der Rat Klarheit schaffen und legte per Fatwa die Himmelsrichtung Westen für das Beten fest.

Jetzt räumte er den Fehler ein und korrigierte ihn. Die Indonesier nehmen es offenbar gelassen: ” Im Koran steht, dass es egal ist, in welche Richtung man betet, man blickt dabei immer in Richtung Allah”, meinte dazu Fajar Hadi, ein Einwohner der Hauptstadt Jakarta.

Originalbericht: stern.de

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