Indonesien: Terroranschlag gegen Christen vereitelt


150-Kilo-Bombe unter Gasleitung entdeckt

In Indonesien hat die Polizei einen Terroranschlag gegen Christen verhindert. Eine 150 Kilogramm schwere Bombe war unter einer Gasleitung nahe einer Kirche vergraben – und sollte vermutlich während der Osterfeierlichkeiten gezündet werden.

„Streitkräfte und Polizei sind in erhöhter Alarmbereitschaft“, sagte Sicherheitsminister Djoko Suyanto. „Wir wollen Sicherheit garantieren.“ Die US-Botschaft rief ihre Bürger zur Wachsamkeit auf.

19 Festnahmen

Die Polizei hatte am selben Tag 19 Menschen festgenommen, sechs von ihnen im Zusammenhang mit einer Serie von Anschlägen mit Paketbomben. Diese führten die Beamten schließlich zu der Bombe nahe der Kirche in der Stadt Serpong, südwestlich von Jakarta. Sie lag nur 100 Meter von der Kirche entfernt, in der 3.000 Menschen Platz finden.

Die Paketbomben waren im Vormonat an einen moderaten muslimischen Führer und einen ehemaligen Anti-Terror-Kommandanten geschickt worden, denen die Absender „Sünden gegen den Islam“ vorwarfen.

Auch moderate Muslime sind Opfer

Anschläge durch indonesische Extremisten haben seit dem schweren Attentat in Bali 2002 – damals starben 202 Menschen – 60 weitere Menschenleben gefordert. In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die Extremisten, die aus der säkularen 237-Millionen-Einwohner-Nation einen islamischen Staat machen wollen, auf regionale Feinde – wie etwa moderate Muslime, die die Ziele der Extremisten nicht teilen.

Mit Material von dapd und KNA
Originalbericht: heute.de

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