Niederlande entschuldigen sich für ein Massaker aus dem Jahr 1947

Am 09.12. 1947 kam es in dem Dorf Rawagede (West Java) zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung durch die niederländische Kolonialmacht.

Auf der Suche nach dem Anführer Lukas Kustario, der die Unabhängigkeitsbewegung in Indonesien anführte. Trotzdem die Bewohner beteuerten, den Aufenthaltsort von Lukas Kustario nicht zu kennen, wurden Kinder, Jugendliche und Männer des Dorfes auf ein Feld geführt und durch Kopfschüsse hingerichtet.


Dabei starben 431 Menschen darunter viele Kinder!

Nachdem dieses Massaker bekannt wurde verloren die Niederlande die internationale Unterstützung. 1949 gaben die Niederlande die Kolonialmachtstellung in Indonesien auf und zogen sich zurück.

Am Gedenktag des Massakers entschuldigte sich nun der Niederländische Botschafter Tjeerd de Zwaan vor hunderten Dorfbewohnern des Dorfes Rawagede offiziell für dieses Massaker.

2010 verurteilte ein Niederländisches Gericht den Niederländischen Staat auf Zahlung von jeweils 20.000 € für die Hinterbliebenen. Bis heute wird um die Auszahlungsmodalitäten verhandelt. Mittlerweile sind drei der Klägerinnen verstorben. Es scheint so, das sich die Niederlande auf Zeit spielt um sich vor den Regressforderungen zu schützen. Jeder Tote Überlebende spart 20.000 €!

Bis heute wurde kein einziger Soldat oder Offiziere, die an diesem Massaker beteiligt waren zur Verantwortung gezogen. Auch da hat die Niederlande wohl mal mit Ihrer Vergangenheit ein Problem.

7 Kommentare zu “Niederlande entschuldigen sich für ein Massaker aus dem Jahr 1947”
  1. mei, Silvio, je weiter Untaten sind, ob in Zeit oder Entfernung, um so unintressanter werden sie, da Schlimme der Mensch lernt nie dazu, wenn morgen irgendwo ein paar 1000nd umgebracht werden, sitzen wir am TV beim Abendessen, als man die 500.000 ?? iin Afrika abschlachtet, war die grösste Sorge, die man hier in D hatte, weil die Flüchtlinge dei Berggorillas in den Kochtopf hauten, Tiere wichtiger wie Menschen !
    aber egal, alles guts zum 3 .Advent und was machen Opa und Oma, ich hoff Du gehst mit Deinem alten Herrn mal in ne Disco !
    Gruss

  2. Hallo!
    Ich verfolge deinen Blog ganz gerne, ich damit immer kurz und knapp ueber Indonesien informiert bin. Mein Mann ist auch Indo und grad in Jakarta.
    Diese Tatsache ist echt ein Tropfen auf einem heißen Stein… und wenn man man überlegt,
    wie lange die Überlebenden/Angehörigen dafür kämpfen mussten. Naja.. immerhin hat die Niederlande einer Kompension zugestimmt.

    Nur kurz eine Anmerkung zu der Formulierung… Ich glaube du bist schon so in bahasa indonesia drin. 🙂 In dem Artikel hast du einen merkwürdigen Ausdruck benutzt:
    “Jeder Tote Überlebende spart 20.000 €!”
    a) wie kann ein Toter ein Ueberlebender sein? und
    b) wie kann ein Toter Geld sparen?
    Ich mein es nicht böse… Musste nur so drueber schmunzeln.

    Lg aus dem kalten Deutschland
    Wünsche deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest
    Saskia

  3. Ups sorry für den Ausdruck. Gemeint war für jeden der vor der Einigung über die Auszahlung stirbt, dann spart die Niederlande die 20.000 €, da diese dann ja nicht ausgezahlt werden müssen.

    Zur Zeit haben wir Besuch aus Deutschland und deswegen habe ich wenig Zeit und so spart man sich das überlessen des Artikels 😉

    Ich wünsche dir auch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

  4. deutsche Sprache-schwere Sprache, das was Silvio sagen wollte , ist schon richtig, man könnte es auch so sagen: jeder/e , der/die das Massaker überlebte , aber in der Zwischenzeit gestroben ist oder bis zur Auszahlung stirbt, spart den Holländern bares Geld, denn ich denke, ein Weitervererbem wird nicht vorgesehen sein, zum anderen : dei Holländer haben schon in den alten Zeiten im jetzigen Indonesien gehaust, wie die Wilden, dass man sich sogar im Heimatland darüber empörte, aber das will heute niemand wissen

  5. bedauerlicherweise sind dei Indonesier keine Menschen, die sich um Kultur und Vergangenheit intressieren, die Gebäude aus der Kolonialzeit verfallen, einzig die grossen Siedlungen werden von der Armee genutzt und dann gibts es noch eine holländische Sozialeinrichtung, die ebenfalls Siedlungen unterhält, aber dei Forts, die einmal mitten im Regenwald lagen, gergammeln, einige alte Herrschaftshäuser sind noch vorhanden, in einem dieser Häuser sind die ehe Bewohner im Keller begraben, es muss ein sehr stressige Zeit gewesen sein, mitten in der GRÜNEN HÖLLE, ohne grosse Verbindung zur Aussenwelt, allein das Halbdunkel, wenn die Sonne verschwand, ein paar Funzeln oder Kerzen, für uns unvorstellbar, ohne TV , ohne Internet, leider sind auch die Eisenbahnen verschwunden, am Anfang hab ich mich gewundert, dass da Bahnsignale standen, bis ich mich weiter informiert habe, >Eisenbahn!!! aber das die Indonesier kein grosses Intresse hatten, war damit c 1970 vorbei, dafür gibts heute dei kaputten überlandbusse !

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