Antiterroreinheit nach Tötung von mutmaßlichen Terroristen in Kritik

densus88Die indonesische Antiterroreinheit Densus 88 ist erneut in Kritik geraten, als sie in Ciputat einem Vorort von Jakarta eine Terrorgruppe ausheben wollte!

Bei der Aktion wurden alle 6 mutmaßlichen Terroristen getötet, obwohl diese angeblich keine Waffen bei sich hatten.

Angeblich wurde ein Beamter dieser Behörde durch einen geworfenen Sprengsatz verletzt, was den massiven Schusswaffen Einsatz hervorgerufen haben sollte.

Bei späteren Untersuchungen sollte festgestellt werden, dass die sechs am 24.12.2013 an einem Banküberfall beteiligt worden sein sollten und dabei 300 Millionen Rp (ca. 18.091 €) erbeuteten. Weiter wurde bekannt das dieser Gruppe der Terroranschlag auf den größten Buddhistischen Tempel in West Jakarta, wo eine Person leicht verletzt wurde zuzuschreiben ist.


Bei Anschließenden Hausdurchsuchungen wurden mehrere selbstgebaute Rohrbomben, einige Pistolen und Macheten gefunden.

Die Gruppe war in ihren Anfängen und hätte beim Überleben der Beschuldigten sicherlich mehr Auskunft geben können.

Ein Mitglied habe einen Reisepass beantragt und wollte sich in Syrien den Kämpfern anschließen.

Über Planung von größeren Anschlägen wie einem Anschlag auf die US Botschaft in Jakarta wird bisher nur Spekuliert. Zwar konnte die Polizei auch in weiterführenden Ermittlungen einen halben Sack Dünger und einen Eimer mit einem bisher nicht identifizierten Pulver sicherstellen, ob davon aber ein Anschlag geplant gewesen sein sollte, bleibt bisher offen.

Die indonesische Antiterroreinheit Densus 88 geriet im vergangenen Jahr unter massiven Druck als Videomaterial von Folter und Selbstjustiz öffentlich wurden. Eine Auflösung dieser Einheit konnte nur mit Mühe verhindert werden. Ob dieses auch zu diesem überzogenen Vorgehen bei diesem Einsatz führte ist fraglich!

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