Fährunglück vor Jakarta

Fährunglück vor Jakarta! Am Neujahrsmorgen geriet eine Fähre, die von Jakarta auf dem Weg nach Tidung in Brand und explodierte.

01.01.2017 Fährunglück vor Jakarta

Durch die Explosion kamen nach bisherigen Erkenntnissen 23 Menschen ums Leben. Weitere 10 wurden schwer verletzt und 17 Menschen werden noch vermisst.

Die anfänglichen Meldungen, dass nur 100 Menschen an Bord gewesen waren, als sich die Katastrophe ereignete, mussten die zuständigen Behörden bereits korrigieren. Nach letzten Erkenntnissen waren 234 Menschen an Bord, als dass Feuer im Maschinenraum ausbrach. 194 Menschen darunter die 10 Schwerverletzten konnten gerettet werden. Ob die 17 Vermissten noch Leben und bei der Explosion über Bord sprangen, ist noch fraglich. Die Rettungsmannschaften suchen noch weiter das Unglücksgebiet ab.

Feuer erreichte Treibstofftank

Fährunglück vor Jakarta

Fährunglück vor Jakarta

Trotz aller Versuche das Feuer unter Kontrolle zu bringen erreichte dieses den Treibstofftank, der daraufhin explodierte. Durch die Explosion kamen die 23 Menschen ums Leben.

Die Fähre sollte die Menschen auf die Ferieninsel Tidung bringen, die zu den 1.000 Inseln gehört, die vor der Küste von Jakarta sich befinden. Diese Inselgruppe liegt circa 50 Kilometer von Jakarta entfernt und ist ein beliebtes Touristenziel.

Indonesien hat einen katastrophalen Sicherheitsstandard bei Fähren

Es kommt in Indonesien immer wieder zu schweren Schiffsunglücken, bei denen immer wieder Menschen sterben. Auch in diesem Fall zeigen sich wieder die Laschen Sicherheitsstandards. Der Fährbetreiber meldete 100 Passagiere, mussten dann aber einräumen, als die Zahlen der Geretteten veröffentlicht wurden, dass weit über 200 Menschen an Bord waren. Ob die Fähre überladen war, ist nicht bekannt. Fraglich ist es schon das man nicht die genauen Zahlen der Passagiere weiß, wo doch jeder ein Ticket erwerben muss. Die Behörden sollten wohl einmal prüfen, ob die abgegebenen Finanzzahlen an die Steuerbehörden hier korrekt sind.

Erst im November letzten Jahres starben mindestens 54 Personen, als ein Boot mit 98 Passagieren an Bord auf ein Riff auffuhr und gesunken ist. Das völlig überfüllte Boot, sollte Arbeiter auf die Insel Batam die südlich von Singapur liegt, bringen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Fähren in Indonesien

Ich habe schon mehrfach eine Autofähre benutzt und dieses echt immer mit einem unguten Gefühl. Die schlimmste Erfahrung war eine Fahrt von Java nach Bali, die wir mit einem Minibus machten. Der Bus wurde auf der Fähre so zugeparkt, dass man die Türen nicht mehr öffnen konnte. Im Notfall wären alle Insassen im Bus gefangen gewesen. Gleichzeitig ließen die Fahrzeuge die Motoren laufen, damit die Klimaanlage funktioniert. Allen hier droht bereits eine CO2 Vergiftung. Auch in Richtung Sumatra habe ich bereits mehrfach eine Autofähre benutzt. In manchen Fällen konnte man vermuten, dass die dicken Schichten von Farbe das Schiff überhaupt noch zusammenhielt.

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