Partei Gerindra fordert Stopp der Wasserprivatisierung in Jakarta

Die Partei Gerinda die im Jahr 2008 gegründet wurde, versteht sich als Partei der kleinen Leute. Diese forderte jetzt den Gouverneur von Jakarta Anies auf, die Wasserprivatisierung  in Jakarta zu stoppen.

03.04.2018 Partei Gerindra fordert Stopp der Wasserprivatisierung in Jakarta von Silvio Harnos

Vor ein paar Monaten urteilte das oberste Gericht in Indonesien, dass in Jakarta die Privatisierung der Wasserversorgung unrechtmäßig sei. Ausschlaggebend war die Klage von einigen Anwohnern, denen aufgrund von Zahlungsrückständen die Wasserversorgung abgestellt wurde. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass Wasser ein Menschenrecht sei und deshalb in den Händen von privaten Firmen nichts zu suchen hat.

Die Stadtverwaltung reagierte auf das Urteil in der Hinsicht, dass man für die offenen Schulden von Kunden der Privatfirmen nun aufkommt, sodass es zu keinen Abschaltungen kommen muss.

In Indonesien ist  Wasser nicht gleich Wasser!

Partei Gerindra fordert Stopp der Wasserprivatisierung in Jakarta

Partei Gerindra fordert Stopp der Wasserprivatisierung in Jakarta

In Indonesien gibt es zwei Wasserarten. Wasser, was aus der Leitung kommt und mit Brauchwasser zu vergleichen ist und Trinkwasser, was in 19 Liter Galone verkauft wird.

Insbesondere in Jakarta ist das Brauchwasser bis in circa 150 Metern gänzlich verseucht. Dieses liegt einerseits daran, dass es immer noch keine Abwasserversorgung gibt und die Abwässer einfach in Flüsse geleitet werden. Auch gibt es keine Wasseraufbereitung, die aus dem Grundwasser, trinkbares Wasser erzeugen könnte.

In dem Urteil geht es nur um das Brauchwasser, was aus der Leitung kommt. Also nicht um das Trinkwasser. Das Trinkwasser wird teilweise aus den umliegenden Bergen von Quellen abgezapft und nach Jakarta gekarrt und dort abgefüllt.

Partei Gerindra will sich profilieren!

Ich würde diese Partei ganz einfach einmal Fragen, wie sie das finanzieren möchte. Klar sollte Menschen geholfen werden, die in einer finanziellen Notlage stecken. Aber warum soll einer sein Wasser bezahlen, wenn sein Nachbar dieses einfach umsonst erhält. Kostenlose Wasserversorgung für alle Indonesier. Ich wäre voll dafür. Nur wer soll das Ganze bezahlen. Pumpen und Rohre müssen gewartet werden und verbrauchen noch dazu Energie. Staatliche Firmen sind immer wieder restlos überfordert, das sind jedenfalls meine persönlichen Erfahrungen.

Wenn es ein Problem gibt, das mit einem Ausfall verbunden ist, kann man warten, bis es wieder funktioniert. Eine private Firma bzw. Unternehmen ist da schon ehern auf ihren guten Ruf bedacht und erledigt solche Arbeiten schneller.

Wir sind seit zwei Jahren bei einem privaten Wasserversorger.

Seitdem haben wir sogar regelmäßig ausreichend Druck auf der Leitung, sodass der Durchlauferhitzer zum Duschen auch für Warmwasser sorgen kann. Dieser benötigt einen bestimmten Druck, um überhaupt sich einzuschalten. Gleichzeitig werden Wartungsarbeiten, mit einem Rundschreiben angekündigt. So wurden zum Beispiel am 01. April, erst irgendwelche Arbeiten durchgeführt. Und das Ganze nicht am Tage wie bei staatlichen Firmen üblich, sondern in der Zeit von 22 bis 4 Uhr morgens. Und siehe da der Druck ist seitdem noch besser geworden.

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