Burkaverbot an islamischer Universität in Indonesien

Eine Universität in Yogyakarta möchte ein Zeichen setzen und hat ab sofort ein Burkaverbot für alle Frauen und Mädchen der Universität erlassen. Es sei ein Bekenntnis zum moderaten Islam, so der Rektor der Universität!

04.04.2018 Burkaverbot an islamischer Universität in Indonesien

An der Sunan Kalijaga State Islamic University in Yogyakarta gilt ab sofort ein Burkaverbot für alle Studenten und Lehrkräfte. Der Rektor dieser Universität, Yudian Wahyudi betonte gegenüber der Jakarta Post in einem Interview, dass diese Entscheidung ein Bekenntnis zum moderaten Islam sei. Die Mädchen müssen begreifen, dass der Niquab lediglich ein Teil der arabischen Kultur sei und deshalb in der indonesischen Gesellschaft unpassend ist, so der Rektor weiter. Der Niqab oder Gesichtsschleier wird oft in Verbindung mit der Burka getragen.

Indonesien besitzt weltweit den größten muslimischen Bevölkerungsanteil. Traditionell ist der indonesische Islam weltoffen und moderat. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man auf der Hauptinsel Java in den Metropolen so gut wie keine Burka zu Gesicht bekommt. Insbesondere wenn man durch die Malls in Jakarta schlendert, würde man nie auf den Gedanken kommen, dass man sich gerade in einem Land befindet, wo über 90% der Menschen Muslime sind.

Burkaverbot Sinn oder Unsinn?

Burkaverbot an islamischer Universität in Indonesien

Burkaverbot an islamischer Universität in Indonesien

An indonesischen Schulen und Universitäten gibt es in der Regel eine Kleiderordnung bzw. Schuluniformen. Diese sind an die religiöse Ausrichtung der Schule gebunden. Demnach hat der Rektor erst einmal das Recht ein Burkaverbot zu erlassen. 

Ob dieses dann im Einklang mit den Eltern steht, bleibt wohl offen. Religion belegt in den Schulen einen hohen Stellenwert. Unsere Tochter geht auf eine katholische Schule, an der auch muslimische Kinder gehen. Diese ordnen sich der Religion der Schule unter, was auch ohne Probleme zu funktionieren scheint.

Die Kinder spielen auch in unserem Wohngebiet miteinander und interessieren sich für die jeweils andere Religion. So wird man zu verschiedenen religiösen Festlichkeiten auch schon einmal von den Nachbarn eingeladen.

So sollte Religion auch gelebt werden. Miteinander und niemals gegeneinander. Religiöser Hass gibt es auf der Welt schon mehr als genug!

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