Umweltkatastrophe vor Borneo

Vor der Küste Borneos treibt seit dem Wochenende ein zwölf Quadratkilometer großer Ölteppich. Fünf Menschen starben und Hunderte suchten Krankenhäuser mit Atemwegsbeschwerden auf. Regierung ruft Notstand aus!

05.04.2018 Umweltkatastrophe vor Borneo

Wie das Öl in das Meer gelangen konnte, steht noch nicht fest. Umweltschützer allerdings haben einen Verdacht. Der Ölteppich ist mittlerweile zwölf Quadratkilometer groß. Teile des Öls wurden bereits in achtzig Kilometer Entfernung an die Küste angespült. Teilweise geriet das Öl in Brand, sodass der Küstenort, vor dem sich der Ölteppich befindet, in einer dicken Rauchwolke steht. Hunderte von Menschen suchten mit Atemwegsbeschwerden umliegende Krankenhäuser auf.

Bisher wurden fünf Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um Fischer, die wahrscheinlich an Rauchvergiftung starben. Wie das Öl in Brand geraten ist, bleibt genauso fraglich, wo es herkommt.

Umweltschützer haben einen Verdacht!

Umweltschützer verdächtigen den indonesischen Staatskonzern Pertamina, der in der Bucht von Balikpapan eine große Raffinerie betreibt. Sie vermuten das riesige Mengen Öl aus einer defekten Pipeline am Wochenende ausgetreten sind.

Die Behörden verweisen hingegen darauf, dass die Ermittlungen noch laufen und es noch keine Beweise für einen Verursacher gibt. Auch der Staatskonzern Pertamina weist alle Vorwürfe zurück.

Behörden riefen Notstand aus!

Umweltkatastrophe vor Borneo / Screenshot: stern.de

Umweltkatastrophe vor Borneo / Screenshot: stern.de

Indonesien scheint keinen Notfallplan für solche Katastrophen zu besitzen. Ein Versuch der Eingrenzung des Ölteppichs zu organisieren scheint bisher erfolglos zu sein. Von einer Entfernung des Öls ist man meilenweit entfernt. Bei Katastrophen schaut Indonesien meistens nur aus der Ferne zu, wie auch die Katastrophe um den Schlammvulkan zeigt.

Auch diese Katastrophe wurde durch die Suche nach Öl verursacht. Über 30.000 Menschen mussten seit 2006 evakuiert werden und konnten bis heute nicht zurückkehren.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Schlamm der mittlerweile aus 180 kleinen Schlammvulkanen sprudelt, bis mindestens 2037 aktiv bleibt. Den Versuch diese Katastrophe einzudämmen wurde aufgegeben, seitdem man mehrfach scheiterte.

Auch bei der Ölkatastrophe vor der Küste Borneos hat es den Anschein das die Behörden diese Katastrophe aussetzen wollen. Was dieses für den Einfluss auf die Tierwelt, Umwelt und für die Menschen Vorort hat, wird die Zeit zeigen. Bisher scheint es auch von internationaler Seite keine Hilfe angeboten worden zu sein.

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