Fährunglück auf dem Toba See

Eine völlig überladende Fähre kenterte bei Seegang und riss mehrere Menschen mit sich. Der Toba See ist der größte See von Indonesien und wird auch gern von Touristen besucht!

20.06.2018 Fährunglück auf dem Toba See

Fährunglücke sind in Indonesien keine Seltenheit. Immerhin ist die Fähre dass meist genutzte Verkehrsmittel in Indonesien. Gleichzeitig sind derzeit Millionen von Indonesier zu den Feierlichkeiten nach dem Ramadan unterwegs, was Unglücke wie diese noch häufiger auftreten lassen. Wieder scheint es so zu sein, dass die Fähre völlig überladen war.

Die Fähre war für 60 Personen zugelassen. Nach ersten Erkenntnissen sollen sich mehr als doppelt so viele Passagiere an Bord befunden haben. Gleichzeitig befanden sich unzählige Mopeds an Bord der Fähre. Nach ersten Behördenaussagen soll die Fähre illegal und ohne öffentliche Ticketverkäufe benutzt worden sein. So kann man die Anzahl der tatsächlichen Passagiere nur schätzen.

Mittlerweile haben sich 65 Angehörige gemeldet, die Familienangehörige vermissen. Ob Ausländer an Bord der Fähre waren, konnten die Behörden bisher nicht bestätigen. Der Toba See ist der größte See in Indonesien und liegt im Norden von Sumatra. Er ist ein beliebtes Touristenziel auch für Ausländer.

Ein veröffentlichtes Video, was den Untergang der Fähre von einem anderen Schiff aus zeigt, bestätigt, dass nur sehr wenige Menschen ins Wasser sprangen!

Ich benutze Fähren in Indonesien auch immer mit einem unguten Gefühl!

Meine Schwiegermutter lebt in Lampung auf Sumatra und so benutzen wir mehrmals im Jahr die Fähre von Java nach Sumatra. Die Schiffe sind meistens sehr alt und die Sicherheitsmaßnahmen werden lasch durchgeführt. Das schlimmste Erlebnis hatte ich bei der Fährüberfahrt von Java nach Bali. Dort fuhren wir nach einem Besuch des Vulkangebietes Bromo weiter nach Bali. Dazu nutzten wir einen Minibus. Auf der Fähre wurden die Fahrzeuge so eng gestellt, dass man nicht einmal mehr die Türen aufbekam. Bei einem Unglück wäre man also hoffnungslos verloren. Gleichzeitig ließen alle Fahrzeuge noch dazu den Motor laufen, damit die Klimaanlage funktioniert.

Ich persönlich bin gern ein Abenteurer, aber da hatte ich auch ein wenig Muffensausen.

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