Deutscher Vater spricht Korruption bei Gericht an

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Es ist in der Regel ein Tabuthema, für Familienangehörige von in Indonesien angeklagten Angehörigen. Ein Vater spricht das Thema Korruption bei der indonesischen Justiz offen an.

Ein junger Deutscher wollte seinen ABI-Abschluss auf Bali mit Freunden feiern und findet sich zum Schluss im Gefängnis wieder. Der Jugendliche wurde von einem Indonesier in einer Diskothek angepöbelt und geschlagen. Als er vor die Tür verbracht wurde, wartete dieser, bis der Deutsche die Diskothek verließ, und schlug den Deutschen ins Gesicht.

Dieser wehrte sich und schlug mit einem Faustschlag den Indonesier nieder, der aufgrund seines Alkoholkonsums sein Gleichgewicht verlor und auf den Bordstein stürzte. Dabei zog er sich Verletzungen zu, an dem er drei Tage später verstarb. Ich hatte in einem Artikel hier auf BAYIdarüber berichtet!

21-jährigen Deutschen drohen 7 Jahre Haft

Trotzdem mehrere Zeugen aussagen, dass der Deutsche sich nur gewehrt habe, wurde er zum Schluss zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Die Haftstrafe hat der junge Deutsche nun verbüßt und wurde nun in Amsterdam von seiner Familie und Freunden auf dem Flughafen in Empfang genommen. Auf RTL NEXT wurde ein Video dazu veröffentlicht.

Vater zahlte Schmiergeld an den Richter!

Der Vater äußerte sich in diesem Interview, dass er sein Haus in Deutschland verkauft habe und mit dem Geld dem Richter auf Bali geschmiert habe. Nur so sei die Strafe von 18 Monaten zustande gekommen. Von solchen Korruptionsfällen hört man immer wieder. Leider warten die Angehörigen zu lange, um diese Korruption der indonesischen Justiz anzuprangern. Verständlich, denn wenn ein Angehöriger in einem solchen schrecklichen Gefängnis sitzt, will man die Lage nicht für diesen verschlimmern.

Was ist das für eine Justiz, wo Urteile gekauft werden können?

Ja, ich lebe in Indonesien, und ich weis, dass ich mit so einer Meinung die ich immer wieder öffentlich ausspreche, bei meinen Landleuten immer wieder anecke. Nur sollten diese sich einmal überlegen, wie schnell man in so eine missliche Lage hineinrutschen kann. Als Bule (indonesisch für weißer Ausländer) wird man schnell zum unschuldig beschuldigten Opfer und hat zum Schluss kaum Möglichkeiten seine Unschuld ohne viel Geld zu investieren zu beweisen. Wobei man wie dieser Fall aufzeigt, ja dem Gericht es nicht um die Belegung der Unschuld geht, sondern nur wie viel Geld ich herausschlagen kann und dennoch das unschuldige Opfer zu verurteilen.

Bei einem Freispruch hätte die Justiz, die eigentlich blind bei ihrer Urteilsfindung sein sollte, das Problem gehabt, das die Korruption ehern aufgeflogen wäre. So verurteilte man den Deutschen zu 18 Monaten Haft und konnte sich sicher sein, dass die Eltern in dieser Zeit schweigen werden. Denn wie schnell ist der Verurteilte weiteren Repressalien ausgesetzt.

Aber vielleicht fängt irgendwann auch einmal die indonesische Anti Korruption Behörde intensiver an, im Justizsumpf zu ermitteln. Die ersten Richter sind ja hier bereits aufgeflogen. Nur wird in diesem konkreten Fall das Geld bereits so gewaschen worden sein, dass es nicht mehr nachvollziehbar ist.

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