Neue Anti-LGBT-Welle in Indonesien

In Bandung wurde ein homosexuelles Paar verhaftet, da sie eine öffentliche Facebook-Seite betrieben, in der sie über Homosexualität aufklärten!

Die Polizei in Bandung stürmte ein Haus, in dem ein Schwulenpaar leben sollte. Diese sollten bis Oktober 2015 die Facebook-Seite Gay Bandung betrieben haben. Die Polizei konnte fünf Handys und 25 Kondome sicherstellen. WOW

Sorry aber langsam frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Anstatt wahre Verbrecher zu jagen und diese vor Gericht zu stellen, werden hier in Indonesien unschuldige Menschen verhaftet, nur weil jemanden aus dem politischen oder religiösen Einflussgebiet, negativ über diese Menschen spricht!

Eine sexuelle Ausrichtung unter Erwachsenen kann keine Straftat, oder wie auch immer wieder behauptet wird, eine Krankheit sein. Man muss sich das einmal vor Augen führen. Eine Gruppe von jungen Männern trifft sich am Wochenende, um irgendwo eine Party zu besuchen. Jeder hat ein Handy und Kondome dabei. Laut dieser indonesischen Polizei wären sie damit schon Verdächtige einer Straftat.

Presse schützt Privatsphäre!

Es ist schon erstaunlich das die Presse, nicht wie üblich den vollen Namen der Beschuldigten nennt. Hier ist sich wohl selbst die Presse nicht sicher, ob dieses Vorgehen der Politik und der Justiz einer geltenden Rechtsgrundlage unterliege. Anders hingegen wurde der Chefkommissar namentlich genannt, damit sich alle homophoben Mitmenschen sich bei diesem Bedanken können.

Hier ein Artikel der Jakarta Post zu diesem Thema!

Facebook-Gruppe soll 4.093 aktive Anhänger besitzen!

Natürlich wird von seitens der Polizei darauf hingewiesen, dass unter den verschiedenen Altergruppen, sich auch Teenager befinden. Angeblich sei die Öffentlichkeit besorgt über LGBT-Gruppen in den sozialen Medien. Ein Blick in die globale Welt würde wohl hier so manchen Indonesier die Augen öffnen! Vor ein paar Wochen hat eine indonesische Facebook-Seite in der Regentschaft von Garut eine Kontroverse Diskussion ausgelöst, wo selbst ein Schulleiter aufgefordert wurde, homosexuelle Schüler von der Schule zu verbannen. Besser kann man den indonesischen homophoben Hass nicht beschreiben.

Sexuelle Aufklärung findet in Indonesien weder zu Hause noch in der Schule statt!

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Jugendliche auf der Suche nach sexueller Erleuchtung, sich im Internet umschauen. Hier wird dann wiederum versucht, solche Seiten von Staatsseite zu blockieren. Was insbesondere in Indonesien mehr als laienhaft geschieht, sind diese gesperrten Webseiten doch über einen simplen Proxy weiter erreichbar.

Laut der Jakarta Post drohen den beiden Verhafteten 6 Jahre Haft und 1 Milliarde Rp (ca. 57.250 €) Ordnungsgeld! Die Anklage stützt sich auf das Gesetz Artikel 27 Punkt 1 über elektronische Transaktionen und Informationen (ITE) und deren Übertragung und Verbreitung, die Unmoral enthalten!

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