Deutscher bei Greenpeace Aktion verhaftet


Ein deutscher Staatsbürger sei bei einer illegalen Besetzung eines Palmöltankers der aus Indonesien kam, verhaftet worden. Ihm wird unter anderem Einbruch und Vandalismus vorgeworfen!

Berichten zufolge seien sechs Greenpeace-Aktivisten vom Kapitän des Tankers Stolt Tenacity vor der Küste von Spanien festgenommen worden. Darunter soll sich auch ein deutscher Staatsbürger befunden haben. Die anderen fünf Aktivisten kamen aus Indonesien, England, Frankreich, Kanada und den USA. Die Aktivisten wollten gegen die Zerstörung der Regenwälder insbesondere in Indonesien durch den Anbau von Palmöl protestieren.

Der Tanker Stolt Tenacity gehört dem weltgrößtem Palmölkonzern Wilmar und befand sich von der Raffinerie Dumai auf den Weg nach Europa!

Ein Sprecher von Greenpeace Indonesia veröffentlichte eine Pressemitteilung und teilte mit, dass die Aktivisten ein Banner ausrollen wollten, wo draufstand. „Save Our Rainforest“ und „Drop Dirty Palm Oil“. Weiter hieß es in dieser Erklärung, dass der Konzern Wilmar der Hauptlieferant von Palmöl an den Lebensmittelkonzern Mondelez sei. Nach Recherchen habe dieser Konzern in den letzten zwei Jahren 70.000 Hektar Regenwald in Südostasien zerstört. Mondelez produziert Unteranderem die Oreo Kekse.

Deutscher bei Greenpeace Aktion verhaftet / Foto: marinetraffic.com

Deutscher bei Greenpeace Aktion verhaftet / Foto: marinetraffic.com

Modelez und Wilmar widersprechen Vorwürfe von Greenpeace!

Wie allgemein üblich widersprechen betroffene Konzerne den Vorwürfen. Mondelez fordert von seiner Lieferkette, die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien, damit der Einzelhändler und Kunde dieses Zurückverfolgen kann. Dazu sind Lieferanten verpflichtet, ihre Plantagen zu kartieren und zu überwachen. Gleichzeitig hat Mondelez in der letzten Woche bekannt gegeben, dass man 12 Unternehmen aufgrund von Verstößen ausgeschlossen habe. Genauere Angaben, über welche Unternehmen es sich handelt, machte der Konzern jedoch nicht.

Wilmar forderte bereits mehrfach Greenpeace zur Zusammenarbeit auf, um die Palmölindustrie verbessern zu können. Dazu sei Greenpeace bisher nicht bereit gewesen und setze auf kriminelle Handlungen wie Einbruch und Vandalismus. Diese Übergriffe sind nicht nur für die Aktivisten gefährlich, sondern auch für Mitarbeiter von Wilmar.

Mondelez sprach in Richtung Wilmar, dass  man davon ausgehe, dass von den gelisteten Zulieferern, die kategorisch ausgeschlossen wurden, keine Produkte an Mondelez geliefert werden.

NGO´s setzen lieber auf spektakuläre Aktionen als auf zusammenarbeit!

Dies lässt sich auch in Deutschland erkennen. Im Tierschutz wird immer wieder Videomaterial veröffentlicht. Eine Zusammenarbeit mit den Herstellern und Produzenten lehnen aber diese Vereine von vornherein ab. Da liegt wohl das Interesse an den Spendengeldern höher, als am Wohl der Tiere. Dieses kann man auch bei Greenpeace sehen. Wobei Greenpeace auch Projekte der Zusammenarbeit betreut. Leider wird hier Greenpeace immer wieder vorgeworfen mit den Herstellern, aus Profitgier gemeinsame Sache zu machen. Ein Teufelskreis!

Persönliches Fazit:

Auf Palmöl zu verzichten ist fast undenkbar. Die Verwendung ist so vielseitig, dass Palmöl fast in jedem Produktbereich vertreten ist. Hier den Kompromiss zu finden zwischen Umwelt- und Tierschutz und den Bedarf an Palmöl ist eine schwierige Aufgabe, den sich NGO´s endlich stellen sollten. Mit Protestaktionen klingelt zwar das Spendensäckel, jedoch bleibt die Umwelt, Tierwelt und auch Menschen die dieses Palmöl produzieren auf der Strecke. Also bitte mehr zusammenarbeit, als nur reiner Aktionszynismus!

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