31 Bauarbeiter in Papua getötet


31 Bauarbeiter wurden von Separatisten die für eine Unabhängigkeit von Papua kämpfen, getötet. Die Bauarbeiter waren für das Prestigeprojekt Trans-Papua-Route eingestellt und arbeiteten an einer Brücke!

In den letzten Tagen häufen sich die Berichte über Demonstrationen für eine Unabhängigkeit von Papua. Selbst auf der Hauptinsel Java kam es zu mehreren Demos, bei den die Polizei 233 Teilnehmer verhafteten.

Der indonesische Präsident Joko Widodo versuchte die Beziehungen zu Papua zu verbessern und besuchte selbst diese Region. Er versprach damals einen wirtschaftlichen Aufschwung für diese Provinz. Dazu wurde das ehrgeizige Projekt Trans-Papua-Route gestartet. Die Strecke soll 4.325 Kilometer lang sein und im Jahr 2018 fertiggestellt werden. Im März 2017 waren bereits 3.850 Kilometer befahrbar. Nur ein Teil der Strecke ist asphaltiert. Die Bauarbeiten wurden auf der gesamten Strecke bis zur Klärung des Vorfalls eingestellt.

Trans-Papua-Route Bild: papuanews.org/

Trans-Papua-Route Bild: papuanews.org/

Der jetzige Überfall auf eine Baustelle durch Separatisten forderte 31 Todesopfer. Die Getöteten arbeiteten gerade an einer Brücke, als der Überfall stattgefunden hatte. Militär und Polizei seien auf den Weg des Anschlages. Das Gebiet befindet sich im Bezirk Yigi und sei sehr schwer erreichbar, da es in einem sehr abgelegenen Gebiet sich befindet. Es häufen sich Berichte, dass die Überfälle von Separatisten in indonesischer Militäruniform durchgeführt werden und damit die Opfer getäuscht werden.

Papua ist sehr reich an Bodenschätzen, zählt aber auch zu einer der ärmsten Regionen von Indonesien. Die Separatisten werfen der Zentralregierung in Jakarta vor, Papua auszunutzen und auszubeuten. Der Bau der Trans-Papua-Route scheint für die Separatisten nur den Anschein zu haben, noch besser und schneller die Bodenschätze abzutransportieren und damit Papua weiter auszubeuten.

Freie Berichterstattung aus Papua unmöglich!

Indonesien verbietet Journalisten den freien Zugang zu Papua. Immer wieder werden ausländische Journalisten in Papua verhaftet und abgeschoben. In der Vergangenheit wurde der indonesischen Regierung vorgeworfen, mit Gewalt gegen jede Unabhängigkeitsbestrebung vorzugehen. So wird selbst das Hissen der Morgenstern Flagge, das Unabhängigkeitssymbol mit mehrjähriger Haftstrafe bestraft.

Die zögerlichen Versuche eine Kompromisslösung für diesen Konflikt zu finden, werden von beiden Seiten immer wieder torpediert. Dabei sterben immer wieder unschuldige Menschen.

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