KFZ Steuererhöhung offenbart Handlungsbedarf

KFZ Steuererhöhung offenbart Handlungsbedarf


Für Jakarta soll die KFZ-Steuer erhöht werden, um das Haushaltsloch stopfen zu können. Wer brav seine Steuern zahlt, wird bestraft!

Wenn Gelder in den Haushaltskassen fehlen, ist eine Steuererhöhung ein sinnvoller Weg dieses Loch zu stopfen. Wenn dann, von den Behörden veröffentlicht wird, dass ein Großteil der Steuerzahler einfach ihrer KFZ Steuer nicht bezahlt, darf man sich schon fragen, ob man hier den braven Steuerzahler als Schildbürger vorführen möchte.

So hat die zuständige Stadtverwaltung den Vorschlag unterbreitet, die Registrierung bzw. Erstzulassungsgebühr von Fahrzeugen von 10 Prozent auf 12,5 Prozent anzuheben. Gleichzeitig räumte man in einer Pressemitteilung ein, das allein in Jakarta über 700.000 Steuerpflichtige ihreFahrzeuge überhaupt nicht registriert haben.

Mal schnell durchkalkuliert!

  • Durchschnittlicher Fahrzeugpreis ca. 200.000.000 Rp
  • 10 Prozent Steuereinnahmen macht 20.000.000 Rp pro Fahrzeug
  • das dann wiederum mit 700.000 multipliziert macht 1.400.000.000.000 Rp (ca. 88.160.240 €)

Anstatt die Steuersünder also zur Kasse zu beten, will man lieber den braven Steuerzahler weiter rupfen. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Indonesier darüber nachdenken auch einfach keine Steuern abzuführen.

Im Fall der Bußgeldeintreibung bei Verkehrssündern hatte ich ja bereits die Auffassung der Polizeiführung veröffentlicht!

Man könne keine Polizeibeamten beauftragen, Steuer- und Bußgeldschulden einzutreiben, da hier die Gefahr bestehe, dass diese Polizeibeamten zur Korruption verführt werden könnten.

Hier der Auszug aus folgendem Artikel vom 27. November 2018


Korruptionsgefahr verhindert, dass Polizisten das Bußgeld eintreiben!

So wurde jener Top-Polizist in der Jakarta Post wie folgt zitiert.

Wir können mit PLN (staatlicher Energieversorger) kooperieren und wenn die Verkehrssünder sich weigert zu bezahlen, wird ihnen der Strom- oder die Wasserversorgung abgestellt. Damit soll der Kontakt zwischen Verkehrssünder und Polizeibeamten minimiert werden, sagte er auf seinem offiziellen Twitter-Konto und verwies auf eine gängige Praxis, bei der man bei Verstößen nur Polizeibeamte bestechen muss, um von einer Geldstrafe befreit zu werden.

frei übersetzt Jakarta Post


Die Stadt Jakarta könnte so Reich sein, wenn man konsequent allein Bußgelder von Verkehrssündern kassieren würde. Hier müsste man nicht einfach immer die Bußgelder erhöhen, sondern einfach einmal diese konsequent eintreiben. Wer sein Bußgeld von 50.000 Rp nicht bezahlt, dem wird sein Fahrzeug beschlagnahmt, bis er diese Schuld beglichen hat. Ich glaube schon, dass man dann nur noch Mopedfahrer mit Helm sehen würde.



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