Polizei foltert Gefangenen mit Schlange

Polizei foltert Gefangenen mit Schlange


Ein barbarischer Akt von Folter und eine Verletzung der Menschenrechte ereigneten sich in einer Polizeistation auf der indonesischen Insel Papua. Dort wurde ein Gefangener mit einer Schlange gefoltert.

Dass man in Indonesien nicht gerade zimperlich mit Straftätern umgeht, dürfte jedem ja mittlerweile bekannt sein. Dass man dann aber einen gefesselten Gefangenen mit einer Schlange foltert, grenzt schon an Barbarei und verstößt mehr als gegen geltende Menschenrechte.

Das Video dieser Folter wurde in den sozialen Medien veröffentlicht und viral geteilt.

Der mutmaßliche Taschendieb sitzt barfuß auf dem Fußboden und die Polizeibeamten haben ihn eine zwei Meter lange Schlange um den Hals gelegt. Trotzdem der Gefangene panisch und schreiend reagierte, wurde dieser noch weiter gefoltert, indem man den Kopf der Schlange zu seinem Gesicht führte.

Foltervorwurf von Menschenrechtsorganisationen

Nach dem sich mehrere Menschenrechtsorganisationen sich zu diesem Vorfall zu Wort gemeldet hatten, gab ein Sprecher der Polizeidienststelle eine Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

Der Polizist habe eigenmächtig gehandelt und man entschuldige sich für diesen Verstoß. Ob es Ermittlungen gegen den Beamten geben würde, ließ er offen. Dieses klärte dann wahrscheinlich der zuständige Polizeichef auf, der sich zwar auch entschuldigte, aber mitteilte, dass von dieser Schlange keine Gefahr ausging. Es handele sich nicht um eine Giftschlange! Es scheint also eine Selbstverständlichkeit für diesen Polizeichef zu sein!

Persönliche Meinung zu diesem Vorfall

Man hat mit Sicherheit dem gefolterten Gefangenen nicht vorab informiert, dass es sich um eine harmlose Schlange handeln würde. Das Video und das Gelächter der zusehenden Beamten spricht hier eine deutliche Sprache! Dieses ist Folter und leider wird man hier auch von der indonesischen Regierung nichts weiter unternehmen.

Der Vorfall ereignete sich in der Unruheprovinz Papua, wo teilweise noch bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Erst vor Kurzem wurden mehrere Bauarbeiter von Separatisten getötet!

Man darf nur hoffen, dass solche Menschenrechtsverletzungen, immer wieder an die Öffentlichkeit gebracht werden, damit die Verantwortlichen sich dem Druck der Öffentlichkeit stellen müssen. Kaum vorstellbar, wie hoch die Dunkelziffer bei solchen Vorfällen ist. Nicht immer wird diese Folter gefilmt, und wie in diesem Fall veröffentlicht.



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