19 Kilometer hohe Aschewolke nach erneutem Ausbruch des Sinabung / Foto: blick.ch

19 Kilometer hohe Aschewolke nach erneutem Ausbruch des Sinabung


Über 400 Jahre schlief der Sinabung auf der Insel Sumatra, als er im Jahr 2010 wieder zum Leben erwachte. Seitdem scheint er nicht mehr zur Ruhe zu kommen.

Der neueste Ausbruch war der Stärkste seit seinem Wiedererwachen im Jahr 2010. Die Eruption erzeugte eine riesige Aschewolke, die sich bis in 19.000 Metern Höhe ausstreckte (laut Wikipedia – Medien berichten von 7 km). Der Ausbruch des Sinabung wurde von Erdbeben begleitet. Die Anwohner im Umfeld des Vulkans gerieten in Panik und versuchten zu flüchten.

Seit dem ersten Ausbruch im Jahr 2010 nach über 400 Jahren, sind bereits 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Jahr 2014 starben 16 Menschen bei einen Ausbruch. Im Jahr 2016 mussten sieben Menschenleben beklagt werden.

Im Mai schien der Sinabung wieder seine Aktivitäten zu erhöhen. Im Mai stieß er bereits eine zwei Kilometer hohe Aschewolke aus. Die Jetzige ist aber bisher die Größte.

Nach Medienberichten wurden bei dem letzten Ausbruch bisher keine verletzten oder getöteten Opfer gemeldet. Auch der Flugverkehr sei trotz der Höhe der Aschewolke nicht gefährdet. Flüge nach Australien können das Gebiet weiträumig umfliegen.

Daten über den Sinabung:

Der Sinabung ist derzeit 2.460 Meter hoch. Seine Höhe variiere je nach Ausbruchsart des Vulkans. Er liegt im Norden von der indonesischen Insel Sumatra und ist vom Typ her ein Stratovulkan. Am 29. August 2010 brach dieser Vulkan nach über 400 Jahren Ruhe das erste Mal aus. Seitdem häufen sich die Ausbrüche.

2010

Nach einem Ausbruch im August 2010 flohen mehr als 18.000 Menschen oder wurden in Sicherheit gebracht. Bei einer zweiten Eruption erhöhte sich die Zahl der Flüchtlinge auf 27.000. Vulkanasche erreichte die Millionenstadt Medan. Bei einer dritten Eruption am 3. September, der bisher heftigsten seit dem Neuausbruch, schleuderte der Vulkan eine mehrere Kilometer hohe Aschefontäne in die Atmosphäre. Das begleitende Erdbeben war noch in 8 km Entfernung zu spüren.

2013

Am Morgen des 15. September 2013 brach der Sinabung wieder aus. Bis zum 18. September ereigneten sich vier Eruptionen. Tausende von Menschen wurden in einem Umkreis von drei Kilometern aus insgesamt elf Dörfern evakuiert. Bei einem erneuten Ausbruch am Morgen des 3. November konnte eine sieben Kilometer hohe Rauchsäule beobachtet werden. Eine Zone von drei Kilometern im Umkreis des Vulkans wurde evakuiert. Am 14. November 2013 floss ein pyroklastischer Stroman der Südostflanke des Vulkans herab. Am 18. November 2013 wurde nach einer Explosion eine Aschewolke ausgestoßen, die auf bis zu 11,3 Kilometer Höhe stieg. In der Nacht vom 23. zum 24. November 2013 erfolgten weitere Eruptionen, in deren Folge das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologischen Katastrophenschutz die höchste Warnstufe ausrief. Zehntausende Bewohner wurden evakuiert.

2014

Die Serie der Ausbrüche setzt sich im Jahr 2014 fort. Am 4. Januar wurden mehr als 50 Ausbrüche beobachtet. Die Sicherheitszone um den Vulkan wurde von fünf auf sieben Kilometer ausgeweitet. In der Nacht zum 14. Januar wurden zahlreiche vulkanische Blitze in den Wolken der pyroklastischen Ströme beobachtet. Dieses Phänomen ist relativ selten und tritt oft nur bei deutlich stärkeren Vulkanausbrüchen auf. Der Ascheniederschlag ließ die Pflanzen auf den Feldern verdorren. Zahlreiche Hausdächer stürzten unter der Last der Vulkanasche ein. Besonders betroffen war das Dorf Sigarang Garang. Am 1. Februar kam es zu einem stärkeren Ausbruch, der 16 Todesopfer unter der in der Nähe wohnenden Bevölkerung forderte. Über 30.000 Personen mussten ihre Häuser verlassen. Im Oktober 2014 brach er erneut mehrfach aus. Inzwischen ist die Region um den Vulkan mit einer Ascheschicht bedeckt.

2015

Ab dem 13. Juni 2015 wird über erneute Ausbrüche mit ein bis zwei Kilometer hohen Ausbruchssäulen (Plumes) berichtet. Die Evakuierungsmaßnahmen blieben daher aufrechterhalten oder wurden erneuert.

2016

Am 22. Mai 2016 kam es erneut zu einem Ausbruch, bei dem (mindestens) sechs Menschen starben, die sich verbotswidrig in der Sperrzone aufhielten. Sie wurden von einer heißen Asche- und Gerölllawine erfasst.

2017

Da sich am 25. Oktober 2017 eine hohe Aschesäule über dem Vulkan ausbildete, erklärten die Behörden einen Umkreis mit 7 km Radius zum Sperrgebiet. Tausende Menschen flohen. Seit dem 26. Dezember speit der Vulkan erneut Asche. Die graue Aschewolke stieg bis zu einer Höhe von 4600 Metern auf.

2018

Die seit Jahren andauernde Serie von Ausbrüchen setzte sich am 11. Januar 2018 fort. Der Vulkan spie Asche und bildete eine über einen Kilometer hohe Rauchsäule. Der Ausbruch wurde von knapp 5 Minuten andauernden Erdstößen begleitet. Ein weiterer Ausbruch am 19. Februar 2018 verursachte eine fünf Kilometer hohe Aschewolke. Verletzt wurde niemand.

2019

2019 kam es am 9. Juni zu einer starken Eruption bei der die Vulkanasche eine Höhe von 12,2 km erreichte. Dabei entstanden auch 3 bis 3,5 km lange pyroklastische Ströme, die in Richtung Süden und Südosten abflossen.

Wikipedia


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