Volkszählung erfasste auch unbekannte Stämme

Wie heute bekannt wurde, hat die indonesische Regierung auch über 250 Stämme in Papua neu bei der im Mai durchgeführten Volkszählung erfassen können.

Dabei wurde auch der Stamm der Korowai, die noch als Jäger und Sammler lebten und in den Baumkronen ihre Häuser bauen erfasst.

Mit Hilfe von christlichen Missionaren, wurde der Kontakt geknüpft und festgestellt, dass dieser Stamm allein 2.868 Menschen umfasst. Diese Menschen leben seit Jahrhunderten ohne Kontakt zur Assenwelt und sind dadurch durch kulturelle und industrielle Einflüße verschont geblieben.

Die Beamten die die Zählung durchführten berichteten, vom angeblichen Interesse nach Bildung und Gesundheitversorgung.

Ob dieses eine gute Idee ist jetzt nach Jahrhunderten der Abschottung, sofort den Versuch zu Starten das Leben dieser Menschen zu ändern halte ich für falsch. Ich denke gerade darüber nach was das für ein Schock eines solchen Stammesangehörigen sein muss wenn dieser Jakarta besucht. Ich würde vorschlagen diese Menschen langsam zu kontaktieren, weil sonst wieder eine Kultur durch den Menschen zerstört würde.

Die Korowai bauen ihre Holzhäuser in über 30 m hohen Baumkronen und schützen sich dadurch gegen Mücken, wilde Tiere und verfeindete Stämme. Sie ernähren sich von Blättern und Wild.

Schon bei der Volkszählung im Jahr 2000 wurde versucht alle Stämme zu erfassen, damals scheiterte man aber aufgrund von Unruhen in Papua mehr als 70% der Fläche zu erfassen. 2010 sollte erstmals ganz Indonesien Flächendeckend erfasst worden sein, obwohl sich viele gegen diese Volkszählung wiedersetzten geht man von einer Erfassungsrate von 97% aus.

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