Erneute Gefängnis-Revolte in Indonesien

Foto: Apriadi Gunawan, The Jakarta Post, Medan

Foto: Apriadi Gunawan, The Jakarta Post, Medan

In Nord Sumatra kam es in dieser Woche erneut zu einer Gefängnis-Revolte.

Ein Gefängnis, das für 251 Häftlinge vorgesehen war, ist mit 874 Häftlingen völlig überbelegt. Die Häftlinge machten Ihren Unmut damit kund, dass sie in Ihren Zellen feuerlegten und zu randalieren begannen.

30 Häftlinge nutzten das Getümmel um zu fliehen. Nach Polizeiangaben konnten alle aber kurze Zeit später wieder festgenommen werden.


In den Gefängnissen sitzen nicht nur Mörder und andere schwere Jungs. Nein schon der kleinste Diebstahl kann in Indonesien zu einer Gefängnisstrafe führen. Auch das einnehmen von Drogen wird mit einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Es gibt in den Gefängnissen, so gut wie keine Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Arbeit, oder Ausbildungen. Die Gefangenen sind sich größtenteils selbst überlassen. Bandenbildung und illegale Geschäfte boomen in Indonesischen Gefängnissen. Wer vorher nicht kriminell war, wird es dann mit Sicherheit im Gefängnis werden.

Drogenabhängige, die beim Einnehmen von Drogen erwischt werden, erhalten genauso wenig eine Therapie wie Psychisch kranke Straftäter. Die Überbelegung und der damit verbundene Machtkampf zwischen den Insassen birgt enormes Gewaltpotenzial.

4 Kommentare zu “Erneute Gefängnis-Revolte in Indonesien”
  1. Therapie für Drogensüchte oder andere Abhängige, reinste Geldverschwendung, vielleicht sollte man den Verurteilten einfach mal sagen: haltet euch an die Gesetze, nicht jedes Land kann sich halt Gefängnisse wie D leisten, mit Schwimmbad und Fitnessraum !

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