Details zum Ablauf einer Hinrichtung in Indonesien

Heute berichtet die Jakarta Post, Details zum Ablauf einer Hinrichtung in Indonesien.

Der Ablauf der Hinrichtung ist im Gesetz Nr.2/1964 festgeschrieben.

Die Generalstaatsanwaltschaft beauftragt einen Staatsanwalt mit der Durchführung der Hinrichtung. Die Kosten belaufen sich pro Todeskandidaten auf 200.000.000 RP (ca. 14.192 €). [Man überlege welche Aufklärungsarbeiten mit dieser Summe in Indonesien durchgeführt werden könnten]

  1. Der zum Tode verurteilte Häftling wird in ein Gefängnis oder Einzelzelle verbracht. Der zuständige Staatsanwalt wählt den Ort und Unterbringung des Häftlings aus. Der Todeskandidat wird 3 Tage vor dem festgelegten Termin über die Ausführung der Hinrichtung informiert.
  2. Die Ausführung der Hinrichtung darf nicht öffentlich gemacht und sollte so einfach wie möglich durchgeführt werden. Der Anwalt des zum Tode verurteilten Häftlings darf auf Anfrage an der Hinrichtung teilnehmen.
  3. Das Erschießungskommando besteht aus 12 Polizeioffizieren und einem Unteroffizier, die von einem höheren Polizeioffizier geführt werden. Der zuständige Staatsanwalt hat bis zum Ende der Hinrichtung die Befehlsgewalt.
  4. Die Todeskandidaten sind einfach gekleidet und werden von der Polizei an die Hinrichtungsstelle geführt. Der Todeskandidat kann auf Verlangen, religiösen Beistand während der ganzen Durchführung der Hinrichtung bestehen.
  5. An der Hinrichtungsstelle werden dem Todeskandidaten die Augen verbunden, es sei denn er oder sie verzichtet darauf. Die Todeskandidaten können wählen, ob die während der Hinrichtung stehen, sitzen oder knien möchten. Dem Todeskandidaten können auf Anordnung des zuständigen Staatsanwaltes die Hände und Füße gebunden werden, wenn dieses es als notwendig erachtet.
  6. Wenn die Todeskandidaten als Bereit gelten, tritt das Erschießungskommando vor den Todeskandidaten. Der Abstand sollte zwischen 5 und 10 m betragen.
  7. Der zuständige Staatsanwalt beauftragt den Leiter des Erschießungskommandos zur Durchführung der Hinrichtung. Der Leiter des Erschießungskommandos hebt sein Schwert um dem Erschießungskommando zu signalisieren mit den Schusswaffen auf das Herz des Todeskandidaten zu zielen. Mit dem Senken des Schwertes gibt er das Signal zum schießen.+
  8. Zeigt der Todeskandidat nach Abgabe der Schüsse noch Lebenszeichen, so gibt der Unteroffizier einen endgültigen Kopfschuss auf den Verurteilten, nahe seinem Ohr ab. Ein Arzt bestätigt den Tod des Todeskandidaten.
  9. Für die Beerdigung des Hingerichteten sind Familienmitglieder oder enge Freunde verpflichtet, es sei denn der zuständige Staatsanwalt beschließt etwas anderes. Wenn sich keine Angehörigen bereit erklären den Hingerichteten zu bestatten, so übernimmt die Regierung ein Begräbnis, basierend auf den religiösen Überzeugungen des Hingerichteten.
  10. Der verantwortliche Staatsanwalt muss über den Ablauf der Hinrichtung einen Bericht schreiben, die dann dem zuständigen Gericht für die Akten übergeben wird.

Die Henker

Vierzehn Personen werden für die Hinrichtung bestellt, wobei zwei als Bereitschaft fungieren.

Von den 12 Schützen besitzt nur einer, eine scharfe Patrone, während die anderen mit Platzpatronen ausgestattet sind.

Die Begründung für die Verwendung von nur einer Kugel, soll übermäßig starke Verletzungen des Körpers des Todeskandidaten verhindern und angeblich größere Schmerzen verhindern.

Es werden in der Regel Polizisten im Alter von 20-25 Jahren als Schützen ausgewählt, da diese körperlich und geistig fitter sein sollen.

Das Erschießungskommando erhält eine spezielle Ausbildung um den Ablauf der Hinrichtung zu üben.

Die Kommentare, die bei dem von der Jakarta Post veröffentlichten Artikel veröffentlicht wurden sprechen für sich!

Wer sich diese einmal anschauen möchte findet sie hier : http://www.thejakartapost.com/news/2015/04/27/how-indonesia-carries-out-executions.html

One comment on “Details zum Ablauf einer Hinrichtung in Indonesien
  1. indonesien ist ein islamisches land ….Im Koran steht: »Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israels angeordnet, dass, wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.« Dieser Text ist universal gültig. Er erteilt den Gläubigen die Weisung: Du sollst nicht töten! Hab Ehrfurcht vor dem Leben!

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