In BSD gab es kein Wasser

Gestern war Feiertag in Indonesien.

Früh am Morgen als man seine Morgentoilette erledigen wollte, schaute man nicht schlecht, als aus dem Wasserhahn kein Wasser heraus kam.

Ich ahnte schon die Katastrophe, denn in weiten Teilen der indonesischen Insel Java, hatte die Trockenzeit ihr Tribut gezahlt und viele Haushalte standen bereits seit Wochen ohne Wasser da.

Das Wasser aus der Leitung ist kein Trinkwasser

Ich hatte ja schon früher berichtet, dass unser benutztes Leitungswasser, kein Trinkwasser ist. Trinkwasser kauft man in 19l Galonen, womit man sein Essen und sein morgendlichen Kaffee kocht.

Wie lautet das deutsche Sprichwort: „Man merkt erst wie wichtig eine Sache ist, wenn sie einem fehlt!

So ist es auch beim Leitungswasser. Keine Toilettenspülung funktioniert und auch die Waschmaschine verweigert ihren Dienst.

Trinkwasser zu benutzen um die Toilette zu spülen, wäre mit der Zeit teuer geworden. Trankwasser kostet die 19l Galone 17.500 Rp (ca. 1,15 €).

Indonesier sind erfinderisch

Und so fanden sich sofort Tankwagenbesitzer, die eigentlich zum Bewässern der Wiesen und Parkanlagen in BSD zuständig sind und holten das Wasser aus dem nahem Bach und verkauften dieses für 5.000 Rp (ca. 0,33 €) je 19 l Galone.

So fuhren wir mit unseren drei lehren Gallonen und füllten alle entbehrbaren großen Gefäße mit Wasser, bis wir wenigstens ca. 100l im Haus Reserve hatten.

Wie schon Anfangs erwähnt, zieht sich die Trockenzeit auf Java hin. In den letzten sieben Monaten hatte es 2x kurz geregnet. Der in BSD fließende Bach ist auch bereits zusammengeschrumpft. Wenn dieser auch noch versiegt hat man wohl noch ein größeres Problem an Wasser zu kommen.

Weiterhin kennt man ja die Geschäftstüchtigkeit der Indonesier, die aus der Not ihren wahren Profit erzielen möchten. Der Preis würde bei einer längeren Trockenheit wohl noch weiter in die Höhe schnellen.

Aber wie heißt es immer, es kommt anders als man denkt.

Heute Morgen war der Spuk erst einmal vorbei. Und welch ein Wunder es gab auch einmal richtigen Druck auf der Leitung. Dieses kann natürlich auch daher rühren, dass viele Bewohner in BSD-City noch gar nicht bewusst war, dass es wieder Wasser aus der Leitung gab und demnach der Druck auf die geringe Abnahme zu diesem Zeitpunkt zurückzuführen ist.

Anders kann es natürlich auch sein das man etwas umgebaut hat, dieses würde auch auf die Qualität des Wassers hinweisen, was fast so Braun ist wie mein Kaffee mit Sahne. 😉

Das ist kein frischaufgebrühter Kaffee, diese Brühe kommt tatsächlich aus dem Wasserhahn

Das ist kein frischaufgebrühter Kaffee, diese Brühe kommt tatsächlich aus dem Wasserhahn

Ich habe gerade eine Waschmaschine gestartet und hoffe mal, dass die Wäsche nicht schmutziger herauskommt, wie ich sie herein getan habe. Das wäre dann natürlich ein Volltreffer.

Das man natürlich nicht bei Baumaßnahmen informiert wird, ist in Indonesien selbstverständlich. Man könnte sich ja bereits vorher mit dem Nassen Gut versorgen. 😉

Warten wir also einmal ab welche Farbe das Wasser in den nächsten Tagen erhält, oder ob man sich eventuell doch noch einen Filter besorgen sollte.

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One comment on “In BSD gab es kein Wasser
  1. naja,Normalzustand, wenn am Rohrsystem gearbeitet wird machen die jungs keine vernünftige Baugrube, sondern ein Loch dass sie gerade so an die Arbeitsstellle rankommen, dh solang repariert wird fliesst das Schmutzwasser in das Rohrsytem und landet eben in den Versorgungsleitungen, eine Spülung nach den Arbeiten gibts nicht, die Jungs der PDAM lachten immer, wenn ich ihnen eine WAsserprobw brachte, Schokolade halt, im Prinzip hiess es eben Eigenspülung, was jedesmal ungefähr 2ooo liter waren, für genusswasser sag ich mal, wie Silvio screibt, nur das Galonenwasser, aber vielleicht sind wir OR auch blosss zu penibel, 250.000000 Indonesier leben mit dem Wasser

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