15 Menschen sollen in Indonesien Hingerichtet werden

Die indonesische Tötungsmaschinerie ist angelaufen. Die Todeskandidaten stehen fest.

So sollen nach offiziellen Pressemitteilungen, fünf Indonesier und zehn Ausländer hingerichtet werden. Der Franzose der bei der letzten Hinrichtung, aus bisher unerklärlichen Gründen, verschont wurde, steht wie auch die Philippinerin,die Minuten vor der Ausführung der Hinrichtung einen Aufschub erhielt, nicht auf der Liste.

Dieses Mal kommen die ausländischen Todeskandidaten aus den Ländern:

  • China vier Menschen
  • Pakistan ein Mensch
  • Nigeria zwei Menschen
  • Senegal zwei Menschen
  • Simbabwe ein Mensch
  • Fünf Menschen aus Indonesien.
Weitere Hinrichtungen verachoben auf 2016

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An der Auswahl erkennt man, dass weder ein Europäer noch ein Nord- und Südamerikaner, in der Liste zu finden ist.

Die letzten Hinrichtungen brachten ein diplomatisches Zerwürfnis mit Australien und Brasilien, die nach der Hinrichtung ihrer Staatsbürger, ihre Botschafter aus Indonesien abzogen. Brasilien verweigerte sogar die Zulassung des neuen Indonesischen Botschafters in Brasilien.

Nun wählt Indonesien also Todeskandidaten aus, deren Länder nicht so einen großen politischen Einfluss auf Indonesien haben. Mit Ausnahme von China, die aber selbst geheim Todesstrafen ausführen und deswegen wohl nicht gerade mit Wohlwollen intervenieren werden.

Ein Jahr nach der ersten Hinrichtungswelle, kann Indonesien keine Erfolge in der Eindämmung der Drogentoten aufzeigen

Die Zahl der täglichen Toten stieg sogar nach Aussage des Präsidenten, bei einer Presseerklärung in Berlin, an.

Die Ausführung der Todesstrafe hat also keine Abschreckung auf den Transport der Drogen nach Indonesien.

Wie auch, wenn die Kuriere selbst sich in einer Notlage befinden, als sie aufgegabelt werden, um die Drogen zu schmuggeln.

Man kann nur hoffen, dass die internationale Gemeinschaft dennoch den Druck auf Indonesien aufrechterhält, auch wenn die Todeskandidaten aus unwichtigen Drittländern stammen.

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