Flugchaos erreicht Jakarta

Die Flughäfen in Bali und Lombok sind weiterhin geschlossen. Nun fielen auch in Jakarta 94 Flüge aus. Die meisten waren für Bali und Lombok geplant.

29.11.2017 Flugchaos erreicht Jakarta

Auf dem internationalen Flughafen in Jakarta vielen gestern 94 Flüge aus. Bisher strandeten in Jakarta vor allem Indonesier. Ausländische Touristen schienen gut vorbereitet zu sein und reisten so wie es den Anschein hat erst gar nicht an, um einen Weiterflug nach Bali oder Lombok zu nutzen. Die Flughäfen auf Bali und Lombok blieben weiterhin geschlossen.

Vulkanologen gehen immer noch davon aus, dass eine gewaltige Eruption bevorsteht!

Flugchaos erreicht Jakarta / Mount Agung Ausbruch vom 27.11.2017 Foto: Wikipedia - by Michael W. Ishak to Delphine Ménard

Flugchaos erreicht Jakarta / Mount Agung Ausbruch vom 27.11.2017 Foto: Wikipedia – by Michael W. Ishak to Delphine Ménard

Bisher spuckt der Mount Agung nur Asche in gewaltige Höhen. Von Lava ist bisher nichts zu sehen. Die Experten gehen davon aus, dass der Druck auf die Vulkanspitze nicht nachgelassen hat. Sie vermuten, dass dieser die Spitze des Vulkans absprengen könnte. In diesem Fall könnte sich aus diesem Ausbruch eine globale Katastrophe entwickeln. Indonesien verursachte bereits zwei bekannte Katastrophen. Der bekannteste ist der Ausbruch des Krakatau im Jahr 1883.

Größte Explosion der Menschheit!

Bei der Explosion des Krakatau wurde eine ganze Insel vernichtet. Die Sprengkraft soll bei ca. 2.000 Megatonnen gelegen haben, was 100.000 Hiroshima Bomben entspräche. Die Schockwelle war noch 5 Tage nach der Explosion nach mindestens sieben Erdumläufen spürbar. Den Explosionsknall hörte man bis nach Perth in Australien, was 3.100 km entfernt war. Selbst auf Mauritius, was 4.800 Kilometer entfernt liegt, konnte man diese Explosion vernehmen.

Ein 40 Meter hoher Tsunami, der ausgelöst wurde, vernichtete an den angrenzenden Küsten auf Java und Sumatra mehrere Städte und Dörfer. Ein Dampfschiff was vor der Küste vor Anker lag wurde vier Kilometer landeinwärts verschoben.

Die Explosion schleuderte Unmengen von Partikeln in die Atmosphäre, was den Himmel global verdunkelte. Die durchschnittliche Temperatur auf der Erde sank um 2 °Celsius. In Europa kam es zu Missernten und der Nahrungsmittelpreis stieg extrem, in den Folgejahren an. In der Literatur findet man aus dieser Zeit immer wieder Berichte über einen blutroten Himmel.

Auch der zweite und stärkste in der Neuzeit bekannte Ausbruch eines Vulkanes ereignete sich in Indonesien. Der stärkste Ausbruch der letzten 10.000 Jahre war zwischen dem 10. und 15. April 1815 der des Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa.

Seit 1927 bildete sich an der Stelle des Krakatau, der vollständig zerstört und unter Wasser lag ein neuer Vulkan. Dieser wird von den Indonesiern liebevoll Anak Krakatau (Kind des Krakatau) genannt. Dieser ist mittlerweile 813 Meter hoch und liegt zwischen Java und Sumatra in der Sundastraße. Den Vulkan kann man mit einem Schnellboot besuchen. Aufgrund seiner Lage mitten im Meer ist der Krakatau nicht so überlaufen wie andere Vulkangebiete, wie zum Beispiel der Bromo oder der Merapi.

Wissenschaftler gehen immer vom schlimmsten Szenarium aus!

Dass Vulkane gefährlich sind, zeigte der Ausbruch des Mount St. Helens, im Jahr 1980. Dort erwartete man auch nicht so eine starke Eruption. Für Bali kann man nur hoffen, dass die Insel von einer Katastrophe verschont bleibt. Undenklich, was das für Folgen für diese Insel im Bereich Tourismus hätte, wenn es zu einer extremen Eruption kommen würde.

, , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.