Jakarta erwartet Megathrust Beben

Seit Jahren warnen Wissenschaftler vor einem Megathrust Beben in Jakarta. Seitdem Jahr 1999 wäre die durchschnittliche Zeit von 300 Jahren abgelaufen. Nun verstärken sich die Anzeichen für ein bevorstehendes Beben für Jakarta!

10.07.2018 Jakarta erwartet Megathrust Beben

Die durchschnittliche Frist für ein Megabeben ist für Jakarta abgelaufen. Seit Januar häufen sich an den tektonischen Platten nördlich und südlich von Jakarta kleinere Beben. Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass dieses die Vorzeichen für ein Megathrust Beben in der Region Jakarta sein können. Bereits seit 1999 warnen Wissenschaftler vor einem starken Beben für die Region um Jakarta. Damals sagten diese wir wissen, dass es kommen wird, wir können nur nicht sagen wann.

Am 7. Juli bebte die Erde zum dritten Mal in diesem Jahr in der Nähe von Jakarta. Obwohl das Beben mit der Stärke von 4,4 sehr schwach war, wurden drei Häuser in Sukabumi, in West Java zerstört. Im Januar bebte die Erde mit 6,4 und im März mit 5,2 in der Nähe von Jakarta.

Obwohl das Epizentrum beim letzten Beben in Lebak, ungefähr 153 Kilometer entfernt lag, war dieses deutlich insbesondere in den Hochhäusern von Jakarta zu spüren. Es kam teilweise zu Paniken. Dieses offenbart, dass viele Bewohner insbesondere von Hochhäusern überhaupt nicht wissen wie sie sich bei einem Beben verhalten sollten.

Wissenschaftler erwarten Megathrust Beben von mindestens 8,7 für Jakarta!

Jakarta erwartet Megathrust Beben

Jakarta erwartet Megathrust Beben

Im Februar erhöhten Wissenschaftler bereits die Warnstufe und forderten die Regierung auf sich auf ein Megathrust Beben von mindestens der Stärke 8,7 vorzubereiten. In Jakarta begutachteten Experten insbesondere Hochhäuser und schätzten ihre Standfestigkeit ein. In Jakarta stehen allein über 800 Hochhäuser. Man darf aber davon ausgehen, das bauliche Änderungen hier nicht zeitnah erfolgen werden, sollten diese festgestellt werden.

Was ist ein Megathrust Beben?

Megathrust Beben entstehen an den Kanten zweier tektonischer Platten. Aufgrund von Spannungsentladungen sengt oder steigt eine Platte an der Kante sprunghaft an. Das schwere Erdbeben zu Weihnachten 2004, was über 220.000 Menschenleben forderte, war ein solches Megathrust-Beben. Hier hatte sich ein Teil der indoaustralischen Platte von der eurasischen Platte subduziert, was einen Tsunami auslöste. Die Zerstörung kam hier nicht durch das Beben, sondern durch den Tsunami, der ganze Küstenlandstriche überflutete.

In Indonesien treten jährlich ca. 5.000 Beben auf. 300 Beben besitzen eine Magnitude von über 5,0. Indonesien liegt direkt an zwei großen tektonischen Platten. Weiterhin ist Indonesien von mehreren kleineren Platten, wie zum Beispiel der philippinische und ozeanischen tektonische Platten umgeben, die immer wieder für Erdbeben und Vulkanausbrüche sorgen. Man sagt auch, Indonesien liegt am „Ring of Fire“.

1699 bebte die Erde in Jakarta 45 Minuten lang!

Das bisher größte registrierte bzw. dokumentierte Erdbeben in Jakarta, damals noch Batavia genannt ereignete sich im Jahr 1699. Damals sollen 28 Menschen ums Leben gekommen sein, 21 Häuser und 29 Scheunen stürzten durch das Beben ein. Die Einwohnerzahlen waren damals auch nicht die von Heute.

Jakarta wurde auf dickem aber weichen tonartigen Boden errichtet. Es gibt kaum festes Grundgestein. Gerade diese Bodenzusammensetzung kann Stöße bei Erdbeben verstärken. Genau deswegen spürt man in Jakarta auch Erdbeben aus größeren Entfernungen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Erdbeben!

Im August und September 2009 lebten wir noch in West-Jakarta in der 37. Etage eines Hochhauses. Vor der Küste Sumatras bebte damals die Erde mit der Stärke 7,8 bzw. 7,6. Beide Male waren ich und meine Tochter zu Hause und sind nach dem Schwanken des Hochhauses, die 37 Etagen hinuntergelaufen. Und jedes Mal hatte ich danach einen Muskelkater, dass ich die nächsten Tage kaum laufen konnte.

Das Schwanken was sich in der obersten Etage besonders bemerkbar machte, war nicht so schlimm wie das Ätzen und Knarren des Betons. Nach dem zweiten Beben merkte man schon, dass irgendwas sich verändert hatte. Eine Wand hatte sich geteilt und sich um fünf Millimeter verschoben. An einer anderen Wand lief das Wasser herunter, wenn es regnete. Als ich der Hausverwaltung den Schaden meldete, dachte ich ja, dass sich dieses einmal ein Architekt oder Gutachter anschaut. Aber weit gefehlt, die versetzte Wand wurde mit Gips angepasst und von außen machte man das Dach einfach mit wasserdichter Spezialfarbe wieder dicht.

Anzumerken ist, dass das Hochhaus tatsächlich heute noch steht.

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