Indonesische Kommunalpolitik schlägt „Ehefrauenschulen“ vor


Ja auch zum Jahresende gibt es aus der indonesischen Politik wieder einmal etwas zum Schmunzeln! Tatsächlich hat die Regierung der Provinz West-Bandung die Einführung von Ehefrauenschulen gefordert.

Nun ich gebe zu, mein erster Gedanke, als ich dieses gelesen hatte, war meine Frau dort sofort anzumelden. *lol* Ich glaube, sie hätte mir bei diesem Vorschlag gleich einmal den Kopf gewaschen. 

So ist der Aufschrei auch wieder erneut groß insbesondere von feministischen Organisationen, als dieser Vorschlag publik wurde. Man sehe dieses als unfair und sexistisch an.

Der stellvertretende Regent von West Bandung, Hengky Kurniawan, verriet den Plan am Donnerstag auf seinem Instagram-Account. Er verwies auf die hohe Anzahl von Scheidungsfällen. Allein im Zeitraum vom 5. bis zum 30. November seien 244 Scheidungen in West Bandung vollzogen worden.

Es sei ein ernstes Problem so Kurniawan weiter und deswegen beabsichtige die Regierung von West Bandung, im Jahr 2019 Ehefrauenschulen einzurichten. Dort sollen Ehefrauen lernen, wie sie mit ihren Ehemännern umgehen sollen und wie sie sich bei Ärger zurückhalten können.

Shitstorm wurde losgetreten!

In Hunderte von Kommentaren brachten Menschen ihren Unmut zum Ausdruck und erklärten dem Politiker, dass Männer genauso an den Scheidungen eine Mitschuld trugen. Ein Kommentator unterbreitete den Vorschlag eine Schule für Ehemänner einzurichten, die ihre Frauen schlagen und misshandeln. Dieser Kommentar erhielt fast 1.000 Likes innerhalb von 24 Stunden.

Kurze Zeit später wurde die Kommentarfunktion für diesen Beitrag deaktiviert und die Bildunterschrift leicht abgewandelt. Man habe nicht vorgehabt, Ehefrauen für die Scheidungen allein verantwortlich zu machen. Jedoch gebe es in Bogor (West Java) ein ähnliches Projekt, wo die Scheidungsrate dadurch gesenkt wurde. Er entschuldigte sich für seine öffentliche Äußerung, verwies aber gleichzeitig darauf, dass der Gouverneur sein Anerkenntnis für diesen Plan zum Ausdruck gebracht habe.

Offiziell ist vom Gouverneur zu diesem Vorstoß jedoch bisher nichts über die Medien verbreitet worden. Auch die Ehefrau des Politikers meldete sich auf Instagram zu Wort und unterstützte ihren Ehemann mit seinem Vorstoß. Es gebe viele Frauen, denen es an Selbstvertrauen fehle und sie brauchen einen Ort, an dem sie ihre Gefühle teilen können!

Fazit und meine persönliche Meinung zu diesem Thema!

Sollten nicht die Schule und das Studium die Menschen auf ihr erwachsenen Leben vorbereiten? Dass dieses ein religiöses Problem ist, wird natürlich wie gewohnt unter den Tisch gekehrt. In einer Religion, wo kein Platz ist, für die Erfahrung der Liebe vor der Ehe und Ehen immer noch auf Versprechen der Eltern geschlossen werden, sollte man sich wohl nicht wundern, wenn Ehen frühzeitig zerbrechen, seitdem es möglich ist, sich Scheiden zu lassen. Wie soll man auch wissen, ob man zueinanderpasst, wenn man bis zur Ehe selbst an getrennten Tischen sitzen muss. 

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