Orang-Utan mit 74 Gewehrkugeln im Körper gefunden / Fotos: Twitter

Orang-Utan mit 74 Gewehrkugeln im Körper gefunden


Ein etwa Dreißigjähriges Orang-Utan Weibchen wurde in Nordsumatra mit 74 Gewehrkugeln schwer verletzt mit ihrem halb verhungerten Baby aufgefunden.

Kurz nach dem Auffinden der beiden Orang-Utans verstarb das Baby an Dehydrierung und Unterernährung. Die Mutter konnte trotz ihrerschweren Verletzungen gerettet werden.

Röntgenaufnahmen zeigten, dass ihr ganzer Körper mit 74 Gewehrkugeln regelrecht durchsiebt, war.

Die Verletzungen sollen aus einem Luftgewehr stammen. Ermittlungen einer Tierschutzorganisation in Medan Nordsumatra ergaben, das Plantagenarbeiter das Orang-Utan Weibchen mit ihrem Kind drei Tage lange jagten.

Aufgrund des Stresses der Mutter konnte sie nicht genug Nahrung finden für ihr Baby. Ob die Plantagenarbeiter mit dem Luftgewehr auf die geschützten Tiere feuerten, wird derzeit noch ermittelt.

Orang-Utan in Indonesien streng geschützt

Dennoch werden immer wieder Fälle von Tötungen und illegale Haltungen von Orang-Utan bekannt. Insbesondere der massive Raubbau durch illegale Plantage raubt den Orang-Utan die Lebensräume. Plantagenarbeiter scheinen diese Tiere aus reiner Langeweile zu jagen, denn diese Tiere sind in der Regel friedliebend und schüchtern. In Indonesien sollen auf den Inseln Sumatra, Borneo und Sulawesi etwa noch 110.000 Tiere leben. Sie gelten als gefährdet.

Die Bezeichnung Orang-Utan stammt aus der indonesischen/malayischen Sprache ab. Orang-Orang bedeutet Menschen, wobei es in Indonesien keine Mehrzahl gibt. Man wiederholt einfach das Wort. Mensch wird in der Regel im Indonesien mit „pria“ übersetzt. Hutan bedeutet Wald, womit man Orang-Utan mit Waldmensch übersetzen kann. Dass man auf das H aus Hutan verzichtete, wird ehern aus der Wortlautübersetzung herleiten.

Der Schutz der Orang-Utan ist in Indonesien hoch angesehen. Trotzdem besteht insbesondere in den abgelegenen ländlichen Gebieten das Problem, das man hier auf jedes Tier, was sich in der Nähe befindet, jagt mache um es zu vertreiben. Dabei werden Tiere immer wieder lebensgefährlich verletzt und getötet.

In vielen Fällen werden die Tierquäler auch nicht einmal zur Verantwortung gezogen, da sie einfach nicht erwischt werden. Das ein solcher Fall, wie dieser bekannt wird, ist eine Ausnahme. Einerseits schweigt man bei den einzelnen Behörden lieber, denn man will keine Einmischung von außen. Dank Tierschutzorganisationen wird Druck auf solche Behörden ausgeübt, die sich beim nächsten Vorfall dann doch an geltendes Recht orientieren sollten.



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