Eine Frau wurde jetzt wegen Blasphemie (Gotteslästerung) angezeigt, weil sie mit einem Hund und Schuhen eine Moschee betrat.

Die Medienberichte überschlagen sich zu dem Thema und äußern dazu verschiedene Gründe. Insbesondere ausländische Medien berichten darüber, dass die Frau psychisch krank sei, die sich jetzt wegen Blasphemie vor einem Gericht verantworten muss.

Auf einem auf YouTube veröffentlichte Video und in indonesischen Medien sagt man, dass die Frau zu ihrem ehemaligen Ehemann wollte, der zum Islam konvertiert war und in der Moschee heiraten wollte.

Warum sie dann mit ihrem Hund in die Moschee ging und auch nicht wie üblich ihre Schuhe davor auszog, blieb ungeklärt. Vermutlich wollte sie letztendlich nur ihren ehemaligen Mann, den sie sah, zur Rechenschaft stellen.

Vorfall eskalierte, als Frau bekannt gab, sie sei katholisch

In Indonesien kommt es immer wieder zwischen Religionen zu teilweise auch gewaltsamen Auseinandersetzungen. Vor ein paar Monaten beschwerte sich eine buddhistische Frau über die Lautstärke der Moschee Lautsprecher. Danach kam es durch einen aufgestachelten Mob, zu übergriffen auf Buddhisten, die mit einem brennenden Tempel endeten.

Auch in diesem Fall eskalierte die Gewalt und richtete sich gegen die Frau und den Hund. Man kann deutlich sehen, wie eingeschüchtert der Hund ist und letztendlich sogar davon läuft. Der Hund ist der eigentliche Nachtragende in diesem Vorfall. Warum die Frau diesen mit in die Moschee nahm und nicht vor dieser anband, als sie diese betreten hatte, ist mehr als verwunderlich.

Hunde im islamischen Indonesien unrein

Wie auch Schweine zählen Hunde hier im indonesischen Islam als Unrein und werden auch mit Gewalt immer wieder vertrieben. Als wir unseren ersten Hund holten, gab es auch von den Nachbarn Kritik. Man wollte uns sogar auffordern den Hund wieder abzuschaffen. Nach kurzer Diskussion war die Sachlage klar. Der Hund bleibt. Mittlerweile haben wir zwei, da unsere Tochter noch einen zugelaufenen aufgenommen. Jetzt leben bereits zehn Hunde in unserem abgeschlossenen Wohngebiet.

Natürlich muss man auch ein paar Punkte beachten. Der Hund sollte nicht einfach andere Menschen Beschnuppern wollen, insbesondere schwangere Frauen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Hunde nur auf zugewiesene Plätze ihre Geschäfte machen.

Der Frau droht jetzt eine Haftstrafe

Bei der Polizei ging jetzt eine Anzeige wegen Blasphemie (Gotteslästerung) ein. Im Fall einer Verurteilung drohen der Frau zwei Jahre Haft. In Indonesien wurde vor zwei Jahren der Gouverneur von Jakarta Ahok zu zwei Jahren Haft wegen Blasphemie verurteilt. Dieser hatte einen Koranvers auf einer Wahlveranstaltung falsch interpretiert.

Eine Petition, das Gesetz wegen Blasphemie abzuschaffen, scheiterte vor dem obersten indonesischen Gericht. Dieses urteilte, das dieses Gesetz wichtig für die Aufrechterhaltung der Ordnung sei. Dieses Gesetzt wird, in vielen Fällen aber auch missbraucht, um Konkurrenten wie bei der Gouverneurswahl in Jakarta auszuschalten.

1 Kommentar
  1. Wer geht bitte schön auch mit einem Hund in eine heilige Stätte, diese Frau scheint mir hier nicht krank zu sein, sondern eher etwas provozieren zu wollen, genau wie es dieser Ahok getan hat. Die wird wohl auch nicht mit einem Hund in eine Kirche gehen.

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