Im Mai 2018 sprengte sich eine fünfköpfige Familie in Surabaya vor verschiedenen Kirchen in die Luft. Jetzt wurde bekannt, dass auch der Anschlag auf den Philippinen durch eine indonesische Familie durchgeführt wurde.

Vor sechs Monaten kam es im Süden der Philippinen zu einem Terroranschlag in einer katholischen Kirche. Nach Aussage der indonesischen Polizei sprengte sich ein indonesisches Ehepaar am 27. Januar 2019 in der Kathedrale von Jolo in die Luft. 

Die indonesische Polizei teilte auf einer Pressekonferenz diesen Ermittlungserfolg mit. Demnach sei es gelungen mit einer örtlichen Extremistengruppe, die dem IS nahe steht in Kontakt zu treten. Diese nannten den Namen der beiden Attentäter. Die indonesischen Behörden bestätigten die Angaben. 

Demnach war bekannt, dass dieses Ehepaar sich dem IS angeschlossen hatte. Die beiden seien im Jahr 2017 durch türkische Behörden beim Versuch die Grenze nach Syrien zu passieren verhafte worden und wurden nach Indonesien ausgeliefert.

In Indonesien schien man sich für diese IS Fanatiker nicht weiter zu interessieren. Diese konnten unbehelligt in die Philippinen ausreisen und dort den Anschlag mit 22 Toten und Hunderten Schwerverletzten durchführen. 

Die philippinische Ermittlungsbehörden vermuteten keinen Selbstmordanschlag und gingen von deponierten und ferngezündeten Sprengsätzen aus. Diese würde dem Vorgehen von aktiven philippinischen Rebellen, die teilweise für die Unabhängigkeit Teile von den Philippinen solche Anschläge durchführen.

Der IS hatte bereits wenige Tage nach das Attentat, die Verantwortung übernommen und die Tat für sich reklamiert.

Debatte um IS Rückkehrer läuft gerade in Indonesien

In den letzten Wochen und Monaten sind mehrere indonesische IS Unterstützer aus Lagern in Syrien zurückgekehrt. In Indonesien läuft nun eine Debatte, wie man sich bei den Rückkehrern verhalten sollte. Noch vor einigen Monaten kündigte die indonesische Regierung an, IS Unterstützern die an Kampfhandlungen teilnehmen, die Staatsbürgerschaft abzuerkennen.

In einem aktuellen Fall geht es um einen Jugendlichen, der von seinen Eltern mit nach Syrien genommen wurde und jetzt als Weise aus einem syrischen Lager an Indonesien übergeben wurde.

Er wolle gern einen Beruf erlernen, sagte er vor einer Komission. Die indonesischen Behörden scheinen sich unschlüssig zu sein, wie man mit den Rückkehrern verfahren soll. Auch die Familie die in Surabaya die Anschläge auf die Kirchen durchgeführt hatten, waren IS Rückkehrer aus Syrien. Soll man diesen Menschen eine zweite Change geben, oder geht von diesen ein Lebenlang eine Terrorgefahr aus?

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